Dynamische Strompreise: Jetzt gibts Ikea auch aus der Steckdose

Ikea fordert die Stromanbieter heraus – und bringt einen dynamischen Stromtarif auf den deutschen Markt. Für wen sich das Angebot lohnen kann und wer besser vergleicht.

Der Strom ist günstig – jetzt schnell die Lampe einschalten: Um von dynamischen Strompreisen zu profitieren, muss man seinen Verbrauch flexibel steuern können.
Der Strom ist günstig – jetzt schnell die Lampe einschalten: Um von dynamischen Strompreisen zu profitieren, muss man seinen Verbrauch flexibel steuern können.
© Rolf Vennenbernd/​dpa

Bei Ikea gibt es jetzt neben Teelichtern, Hotdogs und Billy-Regalen ein ganz neues Produkt: Strom. Und zwar kein gewöhnlicher, sondern dynamischer Strom, das bedeutet: Energie zum Börsenpreis. Man
kann also künftig nicht nur seine Möbel selbst zusammenbauen, sondern
auch den Strompreis selbst zusammenstellen. Denn Ikea verspricht mit dem Svea Strom genannten Tarif Privathaushalten Zugang zu
Echtzeit-Marktpreisen zu geben. 

Wie bitte? Dynamische Strompreise stehen unter starken Schwankungen, eine tägliche Achterbahnfahrt mit starken Preisbewegungen ist üblich. Statt eines festen Preises pro Kilowattstunde orientiert sich der Tarif am Börsenpreis, der sich ständig ändern kann. Ist viel Wind oder Sonne im Netz, sinkt der Preis oft deutlich – oder fällt sogar ins Negative. (Wodurch Erzeuger zahlen müssen, damit ihr Strom abgenommen wird.) Ist wenig verfügbar, wird Strom teuer.