Drei Spiele in zehn Tagen : Atletico wird für Flick und Barcelona zum Dauergegner

Atletico-Trainer Diego Simeone (l.) und Barcelonas Hansi Flick

Stand: 03.04.2026 • 19:26 Uhr

Gegen keinen anderen spanischen Verein musste Hansi Flick als Trainer so oft ran wie gegen Atletico Madrid. Jetzt kommen in zehn Tagen drei Spiele dazu.

An den 12. Februar 2026 hat Hansi Flick keine guten Erinnerungen. An jenem Donnerstag kassierte er seine bis dato höchste Niederlage als Trainer des FC Barcelona. Bei Atletico Madrid setzte es im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey eine krachende 0:4-Pleite. Nach einer schlimmen ersten Halbzeit stand das Ergebnis schon zur Pause fest.

Statistiker mussten tief graben, um etwas ähnlich Desaströses zu Tage zu fördern. Tatsächlich war es 1953, als Barcelona zuvor einmal zur Pause mit 0:4 hinten gelegen hatte. Damals gegen Real Madrid. Zwar gewannen die Katalanen das Rückspiel daheim mit 3:0, das reichte aber nicht mehr für den Einzug ins Endspiel.

Flick: „Sehr schwierig“

Da verwundert es nicht, dass Flick sich nicht allzu sehr freute, dass seinem Team auch für das Viertelfinale der Champions League Atletico zugelost wurde. Am Mittwoch (8. April) erwartet Barca die Madrilenen zum Hinspiel im heimischen Camp Nou, am Dienstag (14. April) steht dann das Rückspiel in der spanischen Hauptstadt an. Schon nach der 7:2-Gala im Achtelfinal-Rückspiel gegen Newcastle wollte Flick nicht einstimmen in die allgemeine Euphorie. „Die nächste Runde“, betonte der ehemalige Bundestrainer, werde „sehr schwierig“.

Zuerst trifft man sich aber am Samstag (4. April) zum Ligaspiel im Madrid. Flick und sein FC Barcelona müssen damit dreimal in zehn Tagen gegen Atletico ran, es sind in dieser Saison die Spiele vier, fünf und sechs gegeneinander. Das Liga-Hinspiel hatte Barca Anfang Dezember mit 3:1 gewonnen.

In der Liga brauchen beide die Punkte

Schon am Samstag geht es um viel. Im Kampf um die Meisterschaft darf sich Barca keinen Patzer erlauben. Zwar ist das Polster auf den ärgsten Verfolger Real Madrid vier Punkte dick, doch im April steht noch das direkte Duell der beiden Erzrivalen an. Atletico braucht seinerseits jeden Zähler, um in der Tabelle Platz vier und damit die erneute Qualifikation für die Königsklasse abzusichern.

Atletico, das ist für Flick ein Dauerbrenner. Gegen keinen anderen spanischen Verein musste er als Trainer so oft ran wie gegen die „Los Colchoneros“: Bisher siebenmal mit dem FC Barcelona und zweimal mit dem FC Bayern München.

Spektakuläre Partien

Flicks Bilanz ist mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen zwar positiv, doch einfach war es nie. Und immer war es emotional, denn schon zu Flicks Bayern-Zeiten stand bei Atletico Diego Simeone an der Seitenlinie und der ist für seine Impulsivität bekannt.

Außerdem war es oft spektakulär. Besonders im Februar 2025 im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey. Beim 4:4 im Camp Nou drehte Barcelona einen 0:2-Rückstand in eine 4:2-Führung, um am Ende dann doch noch zwei Treffer zu kassieren.

Respekt ist groß

Dementsprechend groß ist der Respekt. Flick wird nicht müde, Atletico mit seinen Topstars Julian Alvarez und Antoine Griezmann als „fantastisches Team“ und seinen Coach Diego Simeone als „einen der besten Trainer“ der Welt zu betiteln.

Barcelona ohne Raphinha

Bitter für Flick: In den drei Partien gegen Atletico muss er auf seinen Topspieler verzichten. Der Brasilianer Raphinha hat sich im Länderspiel gegen Frankreich (1:2) am Oberschenkel verletzt und fällt aus. Raphinha ist einer der wichtigsten Spieler in Flicks Offensivsystem.