Der Dopingfall der Biathletin Rebecca Passler beschäftigt die Olympia-Gastgeber. Er liege momentan „bei den Anwälten“.
Die Verantwortlichen im italienischen Biathlon-Team gehen nach einer internen Überprüfung von der Unschuld der des Dopings überführten Rebecca Passler aus. Das erklärte Klaus Höllrigl, Biathlon-Sportdirektor des Olympia-Gastgebers, im Gespräch mit der ARD.
Die Nachricht über Passlers positive Dopingprobe wenige Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina habe „eingeschlagen wie eine Bombe in die gesamte Mannschaft, aber wir haben das aufgearbeitet und glauben an die Unschuld der Athletin“, sagte Höllrigl: „Auch das Nationale Olympische Komitee hat sich hinter die Athletin gestellt.“
Passler positiv auf Brustkrebs-Medikament getestet
Der Fall würde momentan „bei den Anwälten liegen“, deswegen könne Höllrigl keine Details zu den internen Untersuchungen nennen. Ab sofort liege „der volle Fokus auf dem Sport“.
Die 24-jährige Passler war in einer von der italienischen Doping-Agentur anberaumten Kontrolle außerhalb von Wettkämpfen im Januar positiv auf die Substanz Letrozol getestet worden, ein im Sport verbotenes Brustkrebs-Medikament zur Senkung des Östrogenspiegels.
Vorerst keine Nachnominierung von Passler
Sportdirektor Höllrigl bestätigte, dass das italienische Biathlon-Team auf eine Nachnominierung für die suspendierte Passler vorerst verzichten werde. Somit besteht das Frauen-Aufgebot aus Dorothea Wierer, Lisa Vittozzi, Hannah Auchentaller und Michela Carrara.
Die Südtirolerin Passler hatte vier Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele für den ersten Dopingfall im unmittelbaren Vorfeld gesorgt. Die Biathlon-Wettkämpfe in Antholz finden nur wenige Kilometer von ihrem Geburtsort Bruneck entfernt statt. Die Biathlon-Wettbewerbe starten am Sonntag mit der Mixed-Staffel.
