Dieter Hallervorden: Bank streicht Millionenforderung

Schnelle Wende im Millionen-Streit um Dieter Hallervordens (90) Schlosspark Theater in der Hauptstadt: Die unter Staatsaufsicht der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe stehende Investitionsbank Berlin (IBB) hebt sämtliche Rückzahlungsforderungen an die Halliwood GmbH, die das Theater betreibt, mit sofortiger Wirkung auf. Das teilt das Schlosspark Theater der AZ mit.

Erst vor wenigen Tagen hatte die AZ berichtet, dass die IBB von der Halliwood GmbH die Rückzahlung von Corona-Hilfen in Höhe von mehr als 2,2 Millionen Euro verlangt. Die Bank hatte dem Unternehmen offenbar mangelnde Mitwirkung bei der Schlussabrechnung vorgeworfen. Das schrieb zunächst der „Tagesspiegel“.

Entwarnung für den 90-Jährigen

Hallervordens langjährige Agentin wies die Vorwürfe schon damals auf AZ-Anfrage zurück. Auch die Tochter des Schauspielers, Nathalie Hallervorden, hatte der AZ mitgeteilt, dass sich die Firma „in einem konstruktiven Austausch“ mit der Berliner Bank befinde und alle relevanten Unterlagen vorlägen.

Jetzt also Entwarnung für den 90-Jährigen. Eine Sprecherin des Schlosspark Theaters teilt mit: „Sämtliche Rückzahlungsforderungen der IBB an die Halliwood GmbH sind mit sofortiger Wirkung aufgehoben, nachdem alle vorgelegten Endabrechnungen final geprüft werden konnten. Weitere Ansprüche der IBB bestehen uns gegenüber nicht.“

Fall war Teil von größerer Nachprüfung

Der Fall ist offenbar Teil einer größeren Nachprüfung. Die Investitionsbank hat als Bewilligungsstelle Corona-Hilfen von rund 7,1 Milliarden Euro bei 430.000 Anträgen ausgezahlt. Rund 190.000 davon befinden sich laut der Bank noch in der Nachprüfung. Die IBB plant, diese bis 2027 abzuschließen, teilte sie auf AZ-Anfrage mit.

Den konkreten Fall wollte ein Sprecher nicht kommentieren. Jetzt ist er offenbar ohnehin vom Tisch.