In der Umkleidekabine an der Säbener Straße wurde Dayot Upamecano jüngst von Sacha Boey mit „Président“, Präsident, begrüßt. Die beiden Franzosen des FC Bayern flachsten freilich nur. Der echte Präsident beim Rekordmeister ist weiterhin Herbert Hainer. Und der wurde erst auf der letzten Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt.
Verlängerung hakt laut AZ-Informationen an zwei Details
Doch in eigener Sache ist Upamecano beschlussfähig. Er muss entscheiden, ob er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag in München verlängert, ob er dort weiterhin in der Abwehrzentrale regiert. Bislang warten die Bayern-Bosse noch auf ein oui oder non. Doch wohl nicht mehr lange – die Zeit drängt, le Président. Wie die „Bild“ berichtet, gibt es nun eine Deadline für Upamecano. Bis Mitte Februar soll er verlängern – oder im Sommer den Rekordmeister ablösefrei verlassen.
Grundsätzlich fühlt sich Upamecano wohl bei den Bayern, die Zusammenarbeit mit Chefcoach Vincent Kompany gefällt dem Nationalspieler Frankreichs. Nach Informationen der AZ hängt es noch an zwei Details, bei denen sich die Spielerseite und die Bayern bisher nicht einigen können. Zum einen geht es um die Laufzeit des neuen Übereinkommens.

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Dreesen: „Wir haben ihm ein außerordentlich gutes Angebot gemacht“
Läuft das neue Arbeitspapier bis 2030 oder gar bis 2031? Ein weiteres Thema: die bei den Münchnern so unbeliebte Ausstiegsklausel. Während die Berater von Upamecano gern die Option hätten, bereits 2027 aus dem Vertrag herauszukommen, will der FC Bayern die Klausel gern erst für 2028 einbauen. Bei Gehalt und Handgeld (jeweils etwa 20 Millionen Euro) sollen sich beide Seiten einig sein – damit würde Upamecano zu den absoluten Spitzenverdienern gehören.
Die Konditionen, die seit Dezember auf dem Tisch liegen, will man beim FC Bayern nicht mehr nachbessern. Das machten die Bosse in den letzten Wochen mehrfach klar. „Ich glaube, das, was er da liegen hat, das sollte er unterschreiben, denn es wird nicht besser“, wurde CEO Jan-Christian Dreesen deutlich: „Wir haben ihm ein außerordentlich gutes Angebot gemacht, weil er seit anderthalb Jahren jetzt auch sehr gut gespielt hat.“

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Eberl bleiben nur Standardantworten beim Thema Upamecano
Trotzdem: Die Upamecano-Seite beharrt weiterhin auf ihren Forderungen, spielt dabei natürlich auch auf Zeit. So wird es für die Bayern von Monat zu Monat schwerer, einen adäquaten Ersatz zu finden. Sportvorstand Max Eberl konnte zuletzt in der Öffentlichkeit nur Standardantworten zu geben. „Wir reden mit ihm und dann werden wir etwas verkünden, wenn es etwas zu verkünden gibt“, sagte er etwa jüngst.
Diese Zeit wird also bald vorbei sein. Ein Beschluss muss her. Sie sind am Zug, le Président.
