Ein stückweit ist der schlechte Ruf der Transport- und Logistikbranche auch selbstverschuldet. So, wie viele Logistiker und Transporteure über ihren Job reden, kann es leicht jeglichen Funken Interesse von Jugendlichen im Keim ersticken.
Bevor es an das „Wie?“ beim Recruiting geht, sollten deshalb vielleicht alle Mitarbeiter der Logistik die eigene Haltung zu ihrem Job sowie zu der jungen Generation überdenken – und was sie damit aussenden. Dass das schlechte Image der Branche zumindest teilweise selbstgemacht ist, da die Logistikbranche sich selbst schlecht redet und nur wenige Spediteure den Beruf ihren eigenen Kindern empfehlen würden, besprechen auch Andreas Eichinger, Vorstand des Bundesverband Möbelspedition und Logistik, und Gerhard Grünig, Chefredakteur der VerkehrsRundschau, im neuen VR-Video-Podcast „Zwei, die’s besser wissen!“.
Auch Felicitas Ullrich betont die Wichtigkeit von Botschaften. Sie ist die Geschäftsführerin von U-Form, einem Unternehmen, das Ausbilder im ganzen Azubi-Lebenszyklus unterstützt, von der Suche über das Ausbilden und das Managen bis hin zur Prüfungsvorbereitung. Seit 13 Jahren führt der Betrieb jährlich eine Umfrage zu den aktuellen Recruiting-Trends durch und befragt dazu sowohl Ausbilder als auch Bewerber. Die Umfrage für 2026 erscheint Ende März. Ullrich hat im Gespräch mit der VerkehrsRundschau dargelegt, was sie aus den Antworten der letzten Jahre gelernt hat – und welche neuen Trends sich abzeichnen. Wie etwa, dass Unternehmen ihr Narrativ bedenken müssen.
Schon die Botschaften in den Stellenanzeigen „sollten spannend sein und die Wünsche der Zielgruppe widerspiegeln, also junge Menschen ansprechen“, findet Ullrich. Sie kennen die Branche noch nicht, deshalb solle man sie mit Geschichten begeistern, womit sie was anfangen können.
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