Die Lüneburger Heide im Winter erleben

Stand: 09.01.2026 16:19 Uhr

Beliebt ist die Lüneburger Heide vor allem zur Heideblüte im August. Doch auch im Winter bietet sie schöne Naturerlebnisse, etwa wenn sich Frost und Schnee auf die Landschaft legen. Tipps für Wanderungen.

Heideflächen, Wälder und Seen zeigen sich bei Frost im glitzernden Winterkleid oder von Schnee bedeckt. Und aus der weiten und stillen Landschaft ragen dunkle, säulenförmige Wacholderbüsche empor. In den Wintermonaten bietet die Lüneburger Heide eine einzigartige und besonders reizvolle Naturkulisse. Wanderwege in der Region laden zu einem Ausflug ein. Bei einer Tages- oder Halbtagestour kann man die winterliche Natur entdecken.

Rund um das winterliche Pietzmoor wandern

Spiegelung auf einem See im Pietzmoor in der Lüneburger Heide.

In den Wintermonaten entfaltet das Pietzmoor einen besonderen Zauber.

Eine Wanderung durch das Pietzmoor bei Schnerverdingen lohnt sich auch im Winter. Ist das Hochmoor mit Schnee, Eis oder Raureif bedeckt, bietet sich vor allem bei Sonnenlicht ein beeindruckendes Naturschauspiel. Auf einem Rundwanderweg von 4,5 Kilometern kann man auf Holzstegen die stimmungsvolle Landschaft erkunden. Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz Osterheide gegenüber der Heberer Straße 100 in Schneverdingen. Markiert ist die Tour mit einem grünen Pfeil.

Wilseder Berg und Totengrund: Wandern mit Ausblick

Von Frost überzogene Wacholderbüsche und Heide im Totengrund bei Bispingen

Raureif, Schnee und Nebel verleihen dem Totengrund eine mystische Atmosphäre.

Höhepunkt eines Besuchs in der Lüneburger Heide ist der Wilseder Berg. Auf der höchsten Erhebung im Naturschutzgebiet schweift der Blick über scheinbar unendliche Heideflächen. Auf einem 14,9 Kilometer langen Rundwanderweg kann man an verschiedenen Punkten eindrucksvolle Ausblicke ins weite Heidetal genießen – so etwa am bekannten Totengrund. Die Heideschleife Wilseder Berg ist mit einem kleinen schwarzen „h“ auf weißem Hintergrund markiert. Start der Wanderung sind die Parkplätze Overhaverbeck und Niederhaverbeck.

Winterspaziergang im Wacholderwald

Luftaufnahme vom winterlichen Wacholderwald bei Schmarbeck in der Lüneburger Heide

Die teils uralten, knorrigen Wacholder sind typisch für die Heide.

Mit seinen zahlreichen knorrigen Wacholdern auf einer weitläufigen Heidefläche gilt der Wacholderwald Schmarbeck im Landkreis Celle als schönster Wald seiner Art in Norddeutschland. Mittendrin markiert ein Gipfelkreuz die mit 94 Metern höchste Stelle der Gemeinde Faßberg. Bei Nebel bieten die Sträucher einen fast gespenstischen Anblick.

Eine Heidschnucken-Herde in der mit Frost bedeckten Teufelsheide

Mit etwas Glück trifft man bei einer Rundwanderung im Wacholderwald auf Heidschnucken.

Auf drei unterschiedlich langen Routen mit Längen von 4,4, 7,1 und 12,1 Kilometern kann man auf dem Rundwanderweg „Der Wacholderwald in der Teufelsheide“ die winterliche Landschaft des Naturparks Südheide erleben. Auch der Heidschnuckenweg führt durch das weitläufige Gelände. Mit etwas Glück trifft man auf eine Herde von Heidschnucken. Ein Parkplatz befindet sich direkt am Wacholderwald.

Heideschäferin Verena Jahnke hat rund 1.700 Schafe und Heidschnucken, die auch im Winter zum Fressen quer durch die Heide geführt werden müssen.

Der ganze Norden unter Schnee, das gab es seit Jahren nicht. So schön war die kalte Pracht – und so herausfordernd.

Blick ins Pietzmoor mit Gras- und Wasserflächen.

Ein Naturerlebnispfad führt über Bohlen direkt durch das Hochmoor, in dem bis in die 1960er-Jahre Torf abgebaut wurde.

Besucher und eine Pferdekutsche im Heidedorf Wilsede

Das autofreie Dorf und der gleichnamige Berg in der Lüneburger Heide sind ein schönes Wanderziel. Wer nicht laufen mag, fährt Kutsche.

Heidschnucken auf dem Heidschnuckenweg in der Lüneburger Heide

Der Heidschnuckenweg verbindet die schönsten Regionen der Lüneburger Heide. Auf 13 Teilstrecken geht es von Hamburg nach Celle.

Ein Fachwerkhaus zwischen typischen Pflanzen in der Lüneburger Heide

Natürliche Heideflächen sind in Mitteleuropa selten. Meist wurden sie von Menschen geschaffen wie die Lüneburger Heide.

Heidschnucken in der Misselhorner Heide

Die dünn besiedelte Landschaft mit zwei Naturparks bietet viel mehr als große Flächen lila blühender Heide. Ein Überblick.