Die Linke: Linkspartei meldet Mitgliederrekord

Die Linke verzeichnet einen neuerlichen Mitgliederrekord. Die Zahl der Mitglieder habe sich von knapp 60.000 im vergangenen Jahr
auf nun gut 120.000 verdoppelt, meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf einen Parteisprecher.

Allein seit der Bundestagswahl im Februar seien 26.000 Menschen der
Partei beigetreten, heißt es in dem Bericht. Im Durchschnitt nehme die Linke derzeit täglich 70 neue
Mitglieder auf.

„Die Art, wie wir Politik machen, und die Art,
wie wir mit den Menschen sprechen, kommen an“, sagte die Co-Vorsitzende
Ines Schwerdtner
der FAZ. Viele der neuen Mitglieder wünschten sich
eine „klare Kante gegen den Rechtsruck und die Hoffnung auf einen
Systemwechsel angesichts der bestehenden Ungerechtigkeit im Land“. Die
wachsende Mitgliederzahl gebe Kraft für die anstehenden Wahlkämpfe,
sagte Schwerdtner.

Ende 2023 hatte die Linke noch 50.800 Mitglieder

Einen Tiefstand bei den Mitgliederzahlen hatte die Linke
Ende 2023 mit rund 50.800 Mitgliedern erreicht. Damals hatten Sahra
Wagenknecht
und einige ihrer Gefolgsleute die Partei verlassen,
woraufhin es im Bundestag zu einem Verlust des Fraktionsstatus kam.

Die meisten Mitglieder hat die Linke
demnach im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen: Dort
sind es 22.315. Es folgen Berlin und Sachsen mit gut 16.500 und 11.000
Mitgliedern. Bei der Bundestagswahl im Februar hatte die Linkspartei überraschend 8,8 Prozent der Stimmen erhalten, nachdem die Partei kurz vorher noch um den Wiedereinzug in den Bundestag gebangt hatte.