Nationalteam
Stand: 04.03.2026 11:56 Uhr
Länderspiel-Debüt, gleich ein Tor und viel Lob: Werder Bremens Larissa Mühlhaus erlebte in Dresden ein kleines Fußballmärchen. Beim 5:0 der DFB-Frauen gegen Slowenien belebte sie direkt den Konkurrenzkampf in der deutschen Offensive.
Leicht nervös, aber mit einem breiten Lächeln trat Larissa Mühlhaus vor die Mikrofone und sprach noch etwas ungläubig über ihr Traumdebüt für die DFB-Frauen. „Unglaublich, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Ich muss erst mal alles verarbeiten. Es waren sehr, sehr viele Emotionen“, sagte die 23 Jahre alte Stürmerin im ARD-Interview über ihren ersten Auftritt samt Tor für die deutschen Fußballerinnen beim Kantersieg am Dienstag gegen Slowenien.
„Ich hatte schon Gänsehaut die ganze Zeit auf der Bank, wo ich zugesehen habe. Weil ich das nur vom Fernsehen kenne, wenn die da spielen.“
Larissa Mühlhaus
Nun Teil des DFB-Teams zu sein, sei ein „bisschen unrealistisch“, gestand die Angreiferin von Werder Bremen nach dem erfolgreichen Start in die WM-Qualifikation, „es fühlt sich an wie ein Traum. Und der ist gerade in Erfüllung gegangen.“
Sowieso mit diesem Einstand: Eingewechselt zur Pause traf die gebürtige Hamburgerin wenig später akrobatisch zum 4:0. „Ich hatte schon Gänsehaut die ganze Zeit auf der Bank, wo ich zugesehen habe. Weil ich das nur vom Fernsehen kenne, wenn die da spielen.“
Video:
Deutschland gegen Slowenien – die Zusammenfassung (6 Min)
Mühlhaus verschärft Konkurrenzkampf
Gegen überforderte Sloweninnen verschärfte Bremens Bundesliga-Toptorschützin (10 Tore in 17 Partien) gleich mal den Konkurrenzkampf in der deutschen Offensive. Neben Mühlhaus, die für die verletzte Hoffenheimerin Selina Cerci nachnominiert worden war, und der quirligen Startelf-Debütantin Shekiera Martinez von West Ham United durfte auch die fast schon abgeschriebene Lea Schüller mal wieder ran. Sie dankte es nach ihrer Einwechslung mit ihrem 55. Tor im 83. Länderspiel.
Unbändiger Wille und Freude am Fußball
Mühlhaus steht erst bei einem Tor im ersten Länderspiel. Doch die Bremerin könnte das verkörpern, was dem DFB-Team zuletzt immer mal wieder abging. „Sie hat einfach Freude am Fußball, will in jedem Spiel am liebsten zehn Tore schießen und möchte auch Verantwortung übernehmen“, sagte ARD-Expertin Almuth Schult. „Bei ihrem Treffer hat man gesehen, wie sehr sie dieses Tor will. Sie schmeißt sich mit allem rein, was sie hat. Vielleicht ist dieser unbändige Wille das, was lange Zeit gefehlt hat.“
Wück: „Können mit ihr sehr zufrieden sein“
Auch Christian Wück sparte nicht mit Lob für die 23-Jährige. „Sie hat Talent, spielt unheimlich körperlich, hat vieles richtig gemacht und sich selbst belohnt“, befand der Bundestrainer, der sich von Mühlhaus aber noch mehr verspricht.
„Sie hat Talent, sie hat vieles richtig gemacht, sie hat sich selbst belohnt.“
Bundestrainer Wück über Mühlhaus
„Sie hat im Training gezeigt, welche technischen Fähigkeiten sie mit links und rechts hat. Das hat sie heute etwas vermissen lassen“, so Wück, der aber nicht zu streng werden wollte: „Es war ihr erstes Spiel, sie macht in Tor, wir können mit ihr sehr zufrieden sein. Und wir haben eine Alternative mehr, darauf kommt es an.“
Vielleicht auch wieder für Samstag. Dann geht es für das DFB-Team in Stavanger gegen Norwegen (18 Uhr, im Audio-Livestream) mit dem zweiten Qualifikationsspiel weiter.




