Deutsches WM-Quartier: Schon mal zum Üben: Der Geist von Winston-Salem

Aus der Serie:
Grünfläche

Deutsche WM-Quartiere sind seit jeher mythische Orte. In den USA entschied sich der DFB für ein Fake-Schlösschen. Aber immerhin gibt es Eiscreme umsonst.



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Deutsches WM-Quartier: The Graylin Estate in Winston-Salem, North Carolina
The Graylin Estate in Winston-Salem, North Carolina
© [M] DIE ZEIT, Foto: Wikimedia, By Selleg17 – Own work, CC BY-SA 4.0

In unserer Kolumne „Grünfläche“ schreiben abwechselnd Oliver
Fritsch, Christof Siemes, Stephan Reich und Christian Spiller über die
Fußballwelt und die Welt des Fußballs. Dieser Artikel ist Teil von ZEIT
am Wochenende, Ausgabe 03/2026.

Natürlich war auch diesmal die Suche nach dem deutschen WM-Quartier eine streng geheime Haupt- und Staatsaktion. Noch rund um die Auslosung vor wenigen Wochen wurde über mögliche US-Standorte des Mannschaftshotels nur geraunt – aus Furcht, feindliche Verbände könnten dem DFB die beste Lösung im letzten Moment abjagen. Akribisch wie immer hatten die verantwortlichen drei DFB-Tenöre Rudi Völler, Andreas Rettig und Julian Nagelsmann das Terrain erkundet, Entfernungen zu den potenziellen Spielorten dieses Monsterturniers vermessen, hatten mögliche Turnierverläufe hochgerechnet und diese in Beziehung gesetzt zum fragilen Seelenleben der aktuellen Nationalelf, die selbst von Fußballzwergen leicht aus der Fassung zu bringen ist.