Der 1. FSV Mainz 05 geht nach einer chancenarmen Partie mit einer guten Ausgangslage ins Rückspiel. Doch die schwere Verletzung von Offensivspieler Silas schockt die 05er.
Mainz 05 hat das vierte Pflichtspiel in Serie mit einem Remis beendet. Beim tschechischen Klub Sigma Olmütz holte der Bundesligist im Achtelfinal-Hinspiel der Conference League ein 0:0. Anders als vor dem Spiel angekündigt, konnten doch deutlich mehr 05er-Fans ihre Mannschaft im Stadion anfeuern. Statt 650 fanden letztlich rund 1.500 Mainzer Anhänger Platz auf den Tribünen.
Beide Mannschaften starteten auf dem frisch verlegten Rasen im Andruv Stadion kontrolliert in die Begegnung, große Chancen ergaben sich in der ersten Viertelstunde weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Es dauerte bis zur 24. Minute, als Paul Nebel Silas bediente, der zwar den Ball im Tor unterbrachte, aber wegen Abseits zurückgepfiffen wurde.
Mainz 05 in Olmütz: Nullnummer zur Pause
Acht Minuten später gab es die nächste gelungene Aktion der Gäste: Eine Flanke von Dominik Kohr landete wieder bei Silas, der Schlussmann Jan Koutny zu einer guten Parade zwang. Doch auch dieses Mal hatte im Vorfeld eine Abseitsstellung vorgelegen. Kurz darauf fasste sich Phillipp Mwene ein Herz, doch sein Schuss verfehlte den rechten Winkel (34.).
Bis zur Pause neutralisierten sich beide Mannschaften weiter. Insgesamt gab es im ersten Durchgang lediglich fünf Torschüsse, keiner davon sorgte letztlich für Gefahr. Damit ging es mit einer leistungsgerechten Nullnummer in die Kabinen.
Silas-Verletzung sorgt für Schock
Die Rheinhessen kamen mit mehr Schwung aus der Kabine und setzten die Tschechen unter Druck. Eine Freistoß-Flanke von der rechten Seite landete am langen Pfosten bei Danny da Costa, der den Ball aber nicht mehr richtig kontrollieren konnte und das Tor verfehlte – die bislang beste Chance der 05er (53.). Sechs Minuten später war es erneut da Costa, der Schlussmann Koutny mit einem Kopfball prüfte.
Die 05er waren nun deutlich besser drin im Spiel, setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest und ließen die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. Dann aber folgte in der 65. Minute der große Schock für die Mainzer: Silas knickte vor dem Strafraum ohne gegnerische Einwirkung um und zog sich eine mutmaßlich schwere Verletzung am Schienbein zu, womöglich einen Bruch. Der 27-Jährige musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden und wurde unter Applaus vom Publikum verabschiedet. Eine Diagnose steht noch aus, Klarheit werden die Mainzer erst nach weiteren Untersuchungen haben.
Weiper lässt die Führung liegen
Im Anschluss konnte sich Olmütz zunächst wieder etwas befreien, dann aber die große Chance zur Mainzer Führung: Nebel bediente den für Silas eingewechselten Nelson Weiper im Fünfmeterraum, doch Koutny konnte aus kurzer Distanz parieren (78.).
In der Schlussphase zeigte sich Olmütz plötzlich in der Offensive. Zunächst klärte da Costa in höchster Not, dann drosch Michael Beran einen Distanzschuss am Tor vorbei. Die beste Chance vereitelte dann Mainz-Keeper Daniel Batz in der 88. Minute bei einem Schuss von Peter Barath. Letztlich blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden.
Mainz vor wichtigem Spiel in Bremen
Das Rückspiel in der Mainzer Arena findet am kommenden Donnerstag statt (18:45 Uhr). In der Bundesliga steht am Sonntag das Duell gegen einen Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg an: Dann treten die Rheinhessen um 15:30 Uhr bei Werder Bremen an.
