

Nicht dass der Weihnachtsbaum vertrieben werden soll, doch das, was die Fachstelle für Gartenbau im Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen herangezüchtet hat, könnte den gängigen Topfpflanzen zur Weihnachtszeit Konkurrenz machen: die Weihnachtsbaumtomate. Den Gemüseexperten ist es gelungen, eine kompakt wachsende Topftomate zu kultivieren, deren Stiel und Blätter in Pyramidenform angeordnet sind. Mit reifen, leuchtend roten Früchten sieht das Ganze tatsächlich wie ein kleiner Weihnachtsbaum mit Kugelschmuck aus. An jedem Stamm können bis zu 30 Früchte hängen. Geschmacklich sollen sie als süßlich-aromatischer Snack auch besonders gut in die Weihnachtszeit passen – eine kalorienärmere Alternative zu Lebkuchen und anderen Leckereien.
Mit ihrem schmalen Wuchs eigne sich die Weihnachtsbaumtomate für Tische oder für Fensterbänke, lautet der Vorschlag der Züchter – ganz gleich ob puristisch oder mit Lichterkette und Mini-Christbaumschmuck dekoriert. Sie empfehlen die neue Pflanze für gartenbauliche Betriebe – insbesondere solche, die auf Topfkulturen wie Kräuter spezialisiert sind, als „attraktives Nischenprodukt mit hohem Potential für Spontankäufe“. Unter Gewächshausbedingungen wächst die Pflanze nach Darstellung der Gartenbauexperten innerhalb von rund zehn Wochen im Topf zu einer attraktiven Deko- und Nutzpflanze heran.
Die Produktion könne zeitlich genau gesteuert werden, sodass die Pflanzen pünktlich zum Advent verkaufsfertig seien, heißt es. Aktuell erstellt die Fachinformation Gartenbau des Landesbetriebs eine detaillierte Kulturanleitung, die Betrieben künftig als Grundlage für die Kultivierung des neuen Weihnachtshits dienen soll. Zum Fest 2026 könne sie dann in den Wohnstuben stehen. Ob dann „Oh Tomatenbaum“ gesungen wird, bleibt abzuwarten – „wie grün sind deine Blätter“ würde aber sogar besser passen als zur Tanne.
