China: Außenhandel erreicht Rekordüberschuss – trotz globaler und Handelskonflikte – Wirtschaft

Chinas Außenhandel hat 2025 einen Rekordüberschuss erzielt. Nach Daten des chinesischen Zolls wuchsen die Exporte 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent auf einen Gesamtwert von etwa 3,8 Billionen US-Dollar an.

Die Importe blieben demnach unverändert bei rund 2,6 Billionen Dollar, womit der Handelsüberschuss trotz globaler Konflikte und Streitigkeiten mit wichtigen Handelspartnern auf einen Rekordwert von knapp 1,2 Billionen Dollar stieg. 2024 hatte der Überschuss bereits fast eine Billion US-Dollar betragen.

Die parallel für Dezember veröffentlichten Daten übertrafen zudem die Prognosen der Analysten deutlich. Demnach stiegen die Exporte um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an. Die Einfuhren legten um 5,7 Prozent zu. Die Erwartungen hatten vor allem bei den Importen deutlich darunter gelegen: bei nur 0,9 Prozent Zuwachs.

Die chinesischen Exporte in die Vereinigten Staaten brachen allerdings auf Jahressicht um 20 Prozent ein. Die Importe standen bei einem Minus von 14,6 Prozent. Chinas Exporteure steuerten aufgrund des Zollkonflikts mit Washington andere Märkte an, etwa in Südostasien, Afrika oder Europa.

Weniger Importe aus Deutschland

Die Ausfuhren der Volksrepublik nach Deutschland legten 2025 um 10,5 Prozent auf etwa 118,3 Milliarden Dollar zu. Die Importe aus der Bundesrepublik sanken dagegen um 2,1 Prozent auf 92,8 Milliarden Dollar.

Im November hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass China die USA als wichtigsten deutschen Handelspartner abgelöst habe. Der Außenhandelsumsatz mit China – die Summe von Exporten und Importen – sei leicht gewachsen, das Handelsvolumen mit den USA dagegen geschrumpft.

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hatte die sinkenden deutschen Exporte nach China im November damit erklärt, dass chinesische Unternehmen ihre Produktionskapazitäten zunehmend verbesserten. Dadurch sei der Markt immer weniger auf Importe angewiesen. Deutsche Unternehmen würden ihre Produktion zudem aus geostrategischen Gründen, aber auch aufgrund der rasanten technologischen Entwicklungen vor Ort zunehmend nach China verlegen, „um direkt vor Ort zu produzieren, statt aus Deutschland zu exportieren“.