Titelverteidiger SC Magdeburg feiert den zweiten Sieg in der Champions League. Beim FC Barcelona liefern sich die Teams eine Abwehrschlacht. Am Ende hilft der Pfosten.
Titelverteidiger SC Magdeburg hat die Neuauflage des Champions-League-Halbfinals für sich entschieden. Beim FC Barcelona setzten sich die Elbestädter vor 1.832 Zuschauern mit 22:21 (15:12) durch. Omar Ingi Magnusson war mit sechs Treffern bester Werfer, Keeper Sergey Hernandez überzeugte mit 15 Paraden. Es war zugleich der erste Sieg der Magdeburger überhaupt in Barcelona.
Zechel und Bergendahl ersetzen verletzten Saugstrup
SCM-Trainer Bennet Wiegert vertraute am Kreis auf Oscar Bergendahl und Tim Zechel, die den fehlenden Magnus Saugstrup ersetzten. Beide Teams lieferten sich ein intensives Abwehrduell, in dem Magdeburg meist vorlegte und Barcelona rasch konterte. Dank der Fehler der Katalanen im Angriff baute der SCM seinen Vorsprung auf drei Tore aus (16./9:6). Zwar stellte sich Barça defensiv besser auf die Elbestädter ein, verkürzen konnten die Hausherren bis zur Pause jedoch nicht.
Abwehrreihen dominieren beide Halbzeiten
Auch nach der Pause kamen die Gastgeber nicht zum Ausgleich, obwohl Magdeburg gleich vier Angriffe in Serie durch einfache Fehler vergab – doch Sergey Hernandez im Tor und die SCM-Abwehr hielten stand (16:14/37.). Im Positionsangriff tat sich der SCM schwer und geriet mehrfach ins Zeitspiel, blieb aber dank der stabilen Defensive durchgehend in Führung – auch weil dem Gastgeber immer wieder einfache Fehler unterliefen. Mitte des zweiten Durchgangs war das Spiel von vielen Fouls und Unterbrechungen gezeichnet, beiden Team war die immense Anstrengung anzumerken.
Als Barcelona kurz vor Schluss doch noch zum 21:21-Ausgleich kam (56.), sprach vieles für die Hausherren. Doch Magdeburg rettete den knappen Vorsprung über die Zeit: Den letzten Siebenmeter nach Schlusspfiff setzte Barcelonas Ian Barrufet an den Pfosten – wobei Hernandez wohl noch mit den Fingerspitzen am Ball war .
dpa/sbo
