Borussia Dortmund wird über die Zwischenrunde versuchen müssen, das Achtelfinale der Champions League zu erreichen. Gegen Inter Mailand gab es im letzten Spiel der Ligaphase eine Niederlage.
Durch das 0:2 am Mittwochabend (28.01.2026) gegen den Tabellenführer der Serie A, für den Federico Dimarco (81.) und Andy Diouf (90.+4.) trafen, rutschte der Bundesligist in der Abschlusstabelle auf den 17. Tabellenplatz hinter Bayer Leverkusen ab. „Wir sind enttäuscht und natürlich auch traurig“, sagte Dortmunds Trainer Niko Kovac.
In der Zwischenrunde, die am Freitag ausgelost und am 17./18. und 24./25. Februar ausgetragen wird, muss der BVB damit im Rückspiel auswärts antreten. Für Dortmund kommen nur zwei Gegner infrage: Bayer Leverkusen oder Atalanta Bergamo. Im Viertelfinale könnte es zu einem Duell mit dem FC Bayern kommen. Auch der mögliche andere Gegner ist hochkarätig – der FC Arsenal als Tabellenführer der englischen Premier League.
Gegen Leverkusen spielte die Borussia in dieser Saison schon zweimal. In der Bundesliga gewannen die Westfalen mit 2:1 am Rhein, im DFB-Pokal schieden sie durch ein 0:1 im eigenen Stadion aus.
Kehl: „Ehrlich gesagt, ist es mir egal“
Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl könnte damit leben, auch in der europäischen Eliteliga nochmal gegen die Werkself antreten zu müssen. „Ehrlich gesagt, ist es mir egal“, sagte er nach der Niederlage gegen Inter. „Leverkusen ist hier um die Ecke“, fand er sogar etwas Positives bei einem weiteren Aufeinandertreffen.
Guirassy vergibt kläglich
Serhou Guirassy ist aktuell nicht in der besten Verfassung. Als hätte es eines Beleges bedurft, vergab er zu Beginn des Spiels eine Chance, die besser kaum hätte sein können. Inter rückte nach einem Eckstoß raus, aber nicht schnell genug, um Guirassy bei einem Pass von Julian Ryerson ins Abseits zu stellen. Der Mittelstürmer stand daher allein vor Torwart Yann Sommer, schloss aber überhastet ab, und dann auch noch mit dem linken Fuß. Der Ball kullerte in die Arme des Mailänder Torwarts.
Ein zweiter Yann hatte die Chance, Inter in Führung zu bringen. Yann Bisseck, Innenverteidiger und deutscher Nationalspieler, scheiterte aus halblinker Position.
Anton fällt kurzfristig aus
Außer dem nach seiner Roten Karte beim 0:2 bei Tottenham Hotspur gesperrten Daniel Svensson fiel mit Waldemar Anton kurzfristig ein weiterer Defensivspieler aus. Der Innenverteidiger musste wegen einer Krankheit passen. Ihn ersetzte Filippo Mane, der letztmals zum Auftakt der Bundesliga in der Partie beim FC St. Pauli in der Startelf gestanden hatte – und die Rote Karte sah.
Bei Inter saßen unter anderem Alessandro Bastoni und Lautaro Martinez auf der Bank, die mit zwei Gelben Karten vorbelastet waren.
Der Tabellenführer der Serie A gefiel durch einige Konter, der BVB dominierte jedoch das Spiel über mehr Ballbesitz. Weitere gute Möglichkeiten ergaben sich vor der Pause jedoch nicht mehr.
Bensebaini wird für Grätsche gefeiert
In der zweiten Halbzeit dauerte es eine Weile, bis es interessant wurde. Inter hatte dann die Chance durch Francesco Esposito, aber Ramy Bensebaini grätschte ihm den Ball vom Fuß und wurde vom Publikum dafür gefeiert (63.).
In der Offensive war es lange mau. Erst in der 70. Minute ergab sich für den eingewechselten Karim Adeyemi eine Möglichkeit, aber selbst der enorm schnelle Nationalspieler kam gegen Sommer einen Schritt zu spät.
Inter nutzte dann einen Freistoß aus etwa etwa 18 Metern, um in Führung zu gehen. Dimarco zirkelte den Ball mit dem linken Fuß über die Mauer ins rechte Eck. Andy Diouf legte in der Nachspielzeit mit einem Konter nach. (90.+4.).
Inter belegt in der Abschlusstabelle den zehnten Platz und trifft in der Zwischenrunde entweder auf Benfica oder die norwegische Überraschungsmannschaft des FK Bodø/Glimt.
Ultra-Gruppe des BVB kommt zu spät, Fanhilfe klagt Polizei an
Der BVB wurde zwar von Beginn an von der Südtribüne unterstützt, aber eine der beiden großen Ultra-Gruppen blieb dem Stadion zunächst fern. Der Grund war nach Informationen der Sportschau, dass die „Desperados“ von der Polizei festgehalten wurden.
Die Polizei teilte auf Anfrage mit, dass Fans von Inter aus einer Gruppe von Dortmunder Anhängern bestohlen worden seien. Die vermeintlichen Diebe hätten es auf Fanutensilien abgesehen.
Da die polizeilichen Maßnahmen, vor allem das Feststellen der Personalien, länger gedauert hätten, wären die Desperados erst nach dem Anstoß im Stadion gewesen.
Wenige Stunden zuvor hatte die „Fanhilfe Dortmund“ in einem Beitrag auf ihrer Homepage harsche Kritik an der Polizei geäußert. „Unter dem Vorwand, die Identität mutmaßlicher Tatverdächtiger feststellen zu wollen, wird die aktive Fanszene des BVB seit dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach zusätzlich zum ohnehin massiv eingesetzten Polizeiaufgebot bei der An- und Abreise durch Einheiten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) begleitet“, heißt es in der Mitteilung. Bei den bisherigen drei Einsätzen „dieser spezialisierten Einheit kam es wiederholt zu Übergriffen gegenüber BVB-Fans“.
In der Bundesliga jetzt gegen Heidenheim
In der Bundesliga geht es für Borussia Dortmund am Sonntag (01.02.2026) um 17.30 Uhr gegen den 1. FC Heidenheim weiter.
