Bundesliga-Vorschau: Die eigenen Spieler verstehen ihn nicht

Wer spielt wann gegen wen?

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Leipzig gegen Bayern. So schlimm wie im Hinspiel, das sie 0:6 verloren, wird es für die Leipziger schon nicht werden. Oder!? Ganz sicher kann man sich nicht sein. Mit Konrad Laimer und Josip Stanišić fallen allerdings zwei weitere Außenverteidiger aus – dafür spielt das ja Harry Kane inzwischen über weite Teile des Spiels. Die Bayern haben eine Rekordhinrunde hinter sich: 47 Punkte, so viele schafften sie nur einmal unter Pep Guardiola. Vielleicht sollte man eine Bundesligatabelle ohne sie einführen. In der ist Leipzig Zweiter. Die Meisterschaft ist also noch drin.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt. Die Eintracht hat schon 36 Gegentore gefangen, nur zwei weniger als der Tabellenletzte Heidenheim. Der 22 Jahre alte Torwart Kauã Santos scheint die wackelige Abwehr noch zusätzlich zu verunsichern. Der Brasilianer mag Talent haben, ist aktuell aber der fehleranfälligste Torwart der Liga. Erstaunlich, welch große Probleme man mit 1,96 Metern beim Flankenfangen haben kann. Die gute Nachricht für die Eintracht: Werder hat in den vergangenen drei Spielen überhaupt kein Tor geschossen.

Wer steht im Blickpunkt?

Lukas Kwasniok. Es gibt Trainer, die stellen ihre besten Spieler auf. Und es gibt Kwasniok. Der Trainer des 1. FC Köln ist undurchschaubar, selbst für manche seiner Spieler. Der Stürmer Luca Waldschmidt sagte im Interview mit Express, die Entscheidungen Kwasnioks seien für ihn „manchmal schwer zu greifen“. Dafür musste er vor einer Woche in Heidenheim auf die Tribüne. Den besten Kölner Torschützen, Saïd El Mala, setzte Kwasniok in 10 von 17 Spielen erstmal auf die Bank. „Saïd ist einer der besten Einwechselspieler, den die Bundesliga derzeit zu sehen bekommt“, sagt Kwasniok. Vielleicht wäre er aber ja ein noch besserer Stammspieler.

Nach acht Spielen ohne Sieg bewegt sich der FC sukzessive Richtung gefährlicher Tabellenregion. Die Stimmung ist für Rheinlandverhältnisse sehr mau. Am vergangenen Wochenende zeigten die FC-Fans ein Banner, auf dem „Kwasni Yok“ stand. Yok heißt auf Türkisch nein. Wäre gut, wenn die Kölner im Duell der Karnevalsvereine gegen Mainz mal wieder gewönnen – nicht nur fürs Gemüt der Kölner, sondern auch für uns: Dann müssten wir hoffentlich nicht nochmal ein so schlechtes Wortspiel lesen.