Nikola Vasilj sah mit seiner dick geschwollenen Nase aus wie ein geschlagener Boxer, doch das Grinsen wich dem Torwart des FC St. Pauli nach seinen Heldentaten nicht aus dem Gesicht. „Er hat seiner Mannschaft den Sieg festgehalten“, lobte sein Gegenüber, Deutschland Nationalkeeper Oliver Baumann.
Beim überraschenden 1:0 (1:0) von St. Pauli bei der TSG Hoffenheim brachte Vasilj den zuletzt so starken Tabellendritten zur Verzweiflung – und fachte die Hoffnungen auf St. Paulis Klassenerhalt weiter an. Mit drei Siegen aus den jüngsten vier Spielen sind die Hamburger im Tabellenkeller das Team der Stunde. „Es sind unsere Basics, die wir abrufen“, sagte Trainer Alexander Blessin: „Kombiniert mit ein wenig spielerischer Qualität berechtigt uns das dazu, davon zu träumen, dass wir weiter in der Liga spielen dürfen.“
Definitiv gerüstet für die weiteren zehn Endspiele ist Vasilj, der am Samstag früh ein Knie von Hoffenheims Grischa Prömel (28.) an den Kopf bekommen hatte. Doch mit Brummschädel und blutunterlaufener Nase zeigte er vor allem in der Schlussphase bei TSG-Großchancen herausragende Reflexe. So war am Ende St. Paulis Tor durch Mathias Pereira Lage (45.+4) drei Punkte wert.
