Bundesliga, 22. Spieltag – Der Sonntag: Wolfburg und Leipzig spielen unentschieden, Augsburg gewinnt

RB Leipzig – VfL Wolfsburg 2:2 (0:0)

RB Leipzig hat im Wettbewerb um die Rückkehr in die Champions League nicht gewinnen können. RB kam gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein spätes 2:2 (0:0) hinaus.

Mohamed Amoura (52. Minute) und Mattias Svanberg (78.) trafen für die Gäste. Yan Diomande (70.) glich nach einem groben Patzer von Wolfsburgs Torwart Kamil Grabara zum zwischenzeitlichen 1:1 aus, Brajan Gruda (89.) sorgte für den Endstand. Leipzig ist nun Fünfter, Wolfsburg belegt Rang 15.

Leipzigs Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff hatte nach dem Pokal-Aus in München die Qualifikation zur Königsklasse als neues Saisonziel ausgerufen. Soll das gelingen, muss gerade gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel gepunktet werden. Schon beim FC St. Pauli (1:1) und gegen Mainz (1:2) hatte Leipzig eingeplante Punkte aber nicht geholt.

Eine gute Viertelstunde vor dem Anpfiff hatten die Leipziger ihren
Rekordspieler Timo Werner verabschiedet. Der Stürmer, der in 216
Pflichtspielen 113 Tore für die Sachsen erzielte, wechselt in die
US-Liga MLS nach San José. „Ich bin überzeugt, dass der Schritt in die MLS der richtige ist. Deine Karriere ist noch nicht zu Ende“, sagte Mintzlaff.

„Ich wollte eigentlich nichts sagen, da ich nicht der Mann der großen Worte bin“, sagte der Ex-Nationalspieler. „Aber aus gegebenem Anlass: Am Mittwoch wurde meine Tochter geboren, und ich glaube, sie könnte nicht stolzer sein.“

FC Augsburg – 1. FC Heidenheim 1:0 (0:0)

Der 1. FC Heidenheim muss einen weiteren Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt blieb beim 0:1 (0:0) im Duell beim FC Augsburg trotz eines engagierten Auftritts zum neunten Mal in Folge sieglos und hat als Tabellenletzter weiter sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.

Alexis Claude-Maurice traf spät per Foulelfmeter zum Sieg für Augsburg. Diese haben nun einen Vorsprung von acht Punkten auf die direkten Abstiegsplätze. Heidenheim droht in der dritten Saison seit dem Aufstieg derweil immer mehr die Rückkehr in die zweite Liga. Mit nur 13 Punkten nach 22 Spieltagen hat seit Einführung der Dreipunkteregel kein Verein mehr den Klassenerhalt geschafft.

„Ich wüsste nicht, warum wir jetzt aufgeben sollten. Das wäre tragisch,
wenn wir so denken würden“, hatte Heidenheim-Trainer Frank Schmidt vor der Partie gesagt. Seine Spieler sollten
sich jetzt „nicht wegducken“.

Heidenheim begann engagiert und mutig, lief die Gastgeber mitunter schon in der gegnerischen Hälfte an und
verteidigte teilweise in Manndeckung über den gesamten Platz. Die mit 19 Toren schlechteste Offensive der Liga konnte jedoch nicht wirklich gefährlich werden.

Augsburg wurde mit fortlaufender Spieldauer zwar
ballsicherer und kam auch zu Chancen, wirklich zwingend waren sie aber nicht oft.
Kristijan Jakić (18.), Alexis Claude-Maurice (26.) und Michael Gregoritsch
(39.), der es von der Mittellinie aus probierte, scheiterten entweder an Heidenkeim-Torhüter Diant Ramaj oder trafen nicht das Tor.

„Die Augsburger hatten gar nichts in der zweiten Halbzeit. Wir haben das Spiel kontrolliert. Unfassbar bitter“, sagte Schmidt nach dem Spiel. „Ich kann mich an kein Spiel erinnern, wo wir so viel Platz hatten in einer Halbzeit mit Abschlusschancen. Dass wir da nicht in Führung gehen, das ist unglaublich.“