Bundesliga, 12. Spieltag – Freitag: Gladbach erkämpft einen Punkt gegen RB Leipzig

Borussia Mönchengladbach – RB Leipzig 0:0 (0:0)

Zum Auftakt des 12. Spieltags in der Fußballbundesliga der Männer haben sich Gladbach und Leipzig torlos voneinander getrennt. Für den Tabellenzweiten aus Leipzig ist der Punktverlust ein Dämpfer in der Verfolgung von Tabellenführer Bayern München. Am Samstag kann der Rückstand auf die Bayern auf acht Punkte anwachsen.

Für Gladbach endet eine Serie von vier Siegen in Folge, die Fohlen können den Abstand auf die Abstiegsränge nach ihrem katastrophalen Saisonstart aber weiter ausbauen. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski ließ nur wenige Chancen zu – und haderte zweimal mit dem VAR: Erst stand Franck Honorat beim
vermeintlichen 1:0 ganz knapp im Abseits (47.), dann nahm Schiedsrichter
Timo Gerach einen schon gepfiffenen Foulelfmeter nach dem Videobeweis zurück (74.).

In dem ausgeglichenen Spiel gab es bis zur Halbzeitpause kaum Chancen. Leipzig fiel gegen die gut stehende
Borussia-Defensive nichts ein, ein Versuch von Conrad Harder aus fast 30
Metern (36.) sorgte zumindest für etwas Gefahr. Gladbach leistete sich
im Spielaufbau zu viele Ungenauigkeiten, um selbst gefährlich zu werden.

Direkt nach der Pause traf Honorat zum
vermeintlichen 1:0, stand aber minimal im Abseits (47.). Die Borussia
war nun am Drücker und überzeugte mit schnellem Umschaltspiel, Leipzig
blieb mit Ball zu harmlos. Erst nach 58 Minuten erhielten die Gäste die
erste Ecke – auch die brachte aber keine Gefahr. RB war dem Tor gegen Ende des Spiels dann näher, Gladbach verließ sich auf seine Defensive.

Zu Beginn des Spiels setzten die Gladbacher Fans den in der vergangenen Woche ligaweit gestarteten Fanprotest fort. „Nein zu den Plänen der Innenministerkonferenz. Innenminister Reul:
Keine Beschlüsse gegen unsere Fankultur“, stand auf Transparenten im
Gladbacher Fanblock. Zwölf Minuten lang gab es keine Unterstützung aus der Kurve, zudem hielten
die Fans in der Nordkurve kleine weiße Zettel hoch, auf denen „Nein“
stand. Die Anhänger befürchten drastische Maßnahmen wie personalisierte
Eintrittskarten oder verschärfte Stadionverbote. Dies soll bei der
Innenministerkonferenz in der nächsten Woche in Bremen diskutiert
werden.