Borussia Dortmund mit Arbeitssieg gegen Werder Bremen

Dortmunds Nico Schlotterbeck bejubelt seinen Treffer

Stand: 13.01.2026 23:24 Uhr

Borussia Dortmund hat in der Fußball-Bundesliga einen Sieg gegen Werder Bremen eingefahren, der trotz seiner Höhe eher schmeichelhaft war. Der SV Werder nutzte seine Chancen nicht.

Beim 3:0-Sieg vor 81.365 Fans in Dortmund brachte Nico Schlotterbeck (11. Minute) den BVB in Führung, Marcel Sabitzer (76.) und Serhou Guirassy (83.) legten nach.

Dortmund beendet die Hinrunde damit mit 36 Punkten als Zweiter, zum Start ins neue Jahr hatte es ein 3:3 bei Eintracht Frankfurt gegeben. Bremen ist mit 17 Zählern Zwölfter. Das Spiel gegen Hoffenheim hatte wetterbedingt verlegt werden müssen.

Für Bremens Trainer Horst Steffen fiel das Ergebnis zu hoch aus. „Bis zum 2:0 haben wir wirklich ein ordentliches Spiel gemacht, haben eine gute Spielanlage gezeigt und hatten Lösungen und auch Chancen. In der ersten Halbzeit hätten wir mehr aus unseren Chancen machen müssen, und wenn dann so ein 1:1 fällt, dann bin ich gespannt, wie das Spiel enden wird“, sagte er am Sportschau-Mikrofon.

Sein Dortmunder Kollege Niko Kovac sah das ähnlich: „Wir haben in der ersten Halbzeit schon Probleme gehabt, und der Gegner hat das richtig gut gemacht. Sie waren sehr mobil, haben viele Rotationen gehabt. Es war schwierig, den Gegner zu greifen. Aber wenn man sich die zweite Halbzeit ansieht, haben wir das Spiel verdient gewonnen – und ich bin mit dem Sieg zufrieden, und damit, dass wir zu Null gespielt haben.“

Dortmund trifft, Bremen das bessere Team

Die Anfangsphase gehörte den Bremern, die frech aufspielten. Nach einem Konter tauchte Justin Nijnmah halbrechts im Strafraum auf und zog aus 13 Metern ab. BVB-Torwart Gregor Kobel war hellwach und wehrte den Ball zur Seite ab. Wenig später strich ein satter Schuss von Marco Grüll nur knapp über die Querlatte.

Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Nach einer Ecke von Julian Ryerson sah die gesamte Bremer Abwehr und auch Torwart Mio Backhaus nicht gut aus und Schlotterbeck konnte fast unbedrängt einköpfen.

Bremens Nijnmah scheitert frei vor Kobel

Werder ließ sich vom Rückstand nicht beirren und hielt den Matchplan von Trainer Steffen ein. Nach Balleroberung und schnellem Umschaltspiel lief Nijnmah frei auf Kobel zu, brachte den Ball aber nicht am Schlussmann vorbei.

Das Dortmunder Spiel blieb fahrig und pomadig, die Führung brachte keine Sicherheit ins Spiel. Immer wieder gab es Fehler im Spielaufbau, doch Bremen spielte die Umschaltmöglichkeiten und Konter schlecht zu Ende. Der BVB brachte nach der Führung in der Offensive fast nichts mehr zustande. Trainer Kovac hatte Serhou Guirassy auf die Bank gesetzt und Fabio Silva in die Startelf beordert, doch auch der blieb blass.

Dortmunds Felix Nmecha im Zweikampf mit Bremens Yukinari Sugawara

So war die Pausenführung der Borussia schmeichelhaft, denn Bremen war im ersten Durchgang das bessere Team. Das sah auch das Dortmunder Publikum so – es gab Pfiffe.

Keine Besserung in Halbzeit zwei

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam der BVB dann ein wenig besser ins Spiel. Bei einem Konter nahm es Fabio Silva gleich mit drei Gegenspielern auf und legte den Ball auf Maximilian Beier, der scheiterte aus etwas spitzem Winkel an Backhaus. Silva konnte dann auch den Nachschuss nicht verwerten.

Alles in allem hatte sich an der Qualität des Dortmunder Spiels aber nichts geändert – es blieb durchschnittlich. Wenigstens hielten die Schwarz-Gelben die Werderaner jetzt besser vom eigenen Tor fern.

Sabitzer legt für den BVB nach

Kovac versuchte es mit Impulsen von der Bank. Er brachte Guirassy und Jobe Bellingham für Beier und Carney Chukwuemeka, die beide blass geblieben waren. Doch auch das brachte nichts, die Partie plätscherte dahin und spielte sich vor allem zwischen den beiden Strafräumen ab.

Das 2:0 fiel dann aus heiterem Himmel. Der BVB hatte es mal bis zum Bremer Sechzehner geschafft und Sabitzer zog dann einfach mal ab – 2:0. Nach einem kapitalen Fehlpass von Amos Pieper im Spielaufbau traf danach auch Guirassy noch.

Dortmunds Marcel Sabitzer im Zweikampf mit Bremens Justin Njinmah

Der SV Werder hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, seine Chancen zu Beginn nicht genutzt zu haben.

Dortmund gegen St. Pauli, Bremen gegen Frankfurt

Dortmund empfängt am nächsten Spieltag am Samstagnachmittag den FC St. Pauli (15.30 Uhr). Bremen muss schon am Freitagabend gegen Eintracht Frankfurt ran (20.30 Uhr).