Börsen und der Iran-Krieg: Lufthansa-Aktie verliert acht Prozent


Im frühen Aktienhandel in Frankfurt zeigt sich der Lufthansa-Aktienkurs acht Prozent im Minus. Die Fluggesellschaft ist gleich mehrfach vom Kriegsausbruch im Nahen Osten betroffen. Die Sperrung des wichtigen Flugdrehkreuzes in Dubai lässt etliche Lufthansa-Flüge ausfallen. Zudem steigt der Ölpreis deutlich und verteuert damit auch das Flugbenzin.

Andere deutsche Aktien zeigen sich vor der Dax-Eröffnung indes im Plus. So gewinnen die Rüstungsaktien kräftig an Wert. Der Rheinmetall-Aktienkurs stieg um sechs Prozent auf knapp 1800 Euro.

Energieaktien sind gefragt

Eine Marktpanik war nicht zu verspüren. In Tokio zeigte sich der Nikkei moderate 1,4 Prozent im Minus. Autohersteller und Fluggesellschaften verloren, Energiekonzerne wie der Öl- und Gasförderer Inpex stiegen um sieben ‌Prozent im Kurs. In Festlandchina zeigten sich die Kurse sogar überwiegend im Plus.

Vor einer wichtigen Parlamentssitzung im Laufe der Woche hieß es, die Zentralregierung in Peking könne die Märkte stützen. Kursgewinne gab es für Energiekonzerne wie CNOOC und ⁠Petrochina sowie bei Rüstungsunternehmen, Verluste für Fluggesellschaften wie Air China.

Insbesondere Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um acht Prozent auf 79 Dollar je Fass zu 159 Litern. Die US-Leichtölsorte WTI sprang zunächst auch mehr als zehn Prozent im Preis hoch, gab dann jedoch wieder sechs Prozent nach. Der Dollar zeigte sich leicht im Plus, Gold verteuerte sich moderat um 1,7 Prozent auf 5388 Dollar je Unze zu 31,1 Gramm.

Die entscheidende Frage für die Märkte ist, wie lange der Konflikt dauern und mithin die Ölmärkte durch die Sperrung der Straße von Hormuz dauern könnte. Auch das Luftdrehkreuz in Dubai ist für die Weltwirtschaft sehr wichtig, nicht nur für Touristen, auch für den Warenflugverkehr.