
48 Milliarden Tonnen. Diese gigantische Menge Erdöl lagert in den Böden und vor
der Küste Venezuelas, es sind die größten Vorkommen der Welt. Genug, um
beispielsweise Deutschlands derzeitigen gesamten Bedarf ein halbes Jahrtausend lang zu
decken. Die Ölfelder sind zudem erkundet und kartiert, hier gibt es wenig Unbekanntes.
Kein Wunder, dass diese Mengen Begehrlichkeiten wecken. Insbesondere
bei einem US-Präsidenten, dessen inoffizielles Regierungsmotto „Drill, baby,
drill“ lautet. Schon bei früheren Militäraktionen der Vereinigten Staaten gab
es den Verdacht, es gehe der Regierung vor allem ums Öl. So etwa beim Einmarsch im
Irak unter George W. Bush im Jahr 2003. Aber normalerweise spricht die amerikanische Regierung
darüber nicht so offen wie Donald Trump bei seinem Statement zur Entführung von
Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro am Samstag: „Wir werden unsere sehr großen
US-Ölfirmen reingehen lassen, sie werden Milliarden Dollar investieren, die Infrastruktur
reparieren und anfangen, Geld zu verdienen“, sagte
Trump bei einer Pressekonferenz.
