Während man einen Lehrstuhl für „Natürliche Intelligenz“ in Deutschland und Österreich vergebens sucht, sind zu den 164 existierenden KI-Lehrstühlen in Deutschland zusätzliche hundert in der KI-Strategie des Bundes vorgesehen und noch einmal hundert allein in Bayern. Der finnische KI-Gründer und -Exiter Peter Sarlin spendiert seinem Heimatland als Dankeschön dreizehn KI-Lehrstühle, um Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zu fördern. KI ist der unbestrittene Megatrend der Gegenwart, doch über Segen oder Fluch des Phänomens scheiden sich die Geister. Die Einschätzungen reichen von der Rettung der Menschheit angesichts globaler Herausforderungen bis zu ihrer drohenden Auslöschung. Eric Schmidt, Ex-CEO von Google und Alphabet, zählt zu den Freunden der Zukunft: „Die Ankunft der Superintelligenz ist das wichtigste Ereignis in der Entwicklung der Menschheit seit 500, vielleicht seit 1000 Jahren.“ Im TED-Gespräch gibt er sich euphorisch: „Es ist unglaublich, was passieren wird.“ Produktivitätssteigerungen von 30 Prozent pro Jahr stünden ins Haus. „Die Ökonomen haben keine Modelle dafür.“
