Besuch im Gazastreifen: Dann kommen sie wieder aus dem Boden gekrochen


Was können denn schon die Tiere dafür“, sagt der israelische Soldat und tätschelt den Kopf eines streunenden Hundes, der rastlos seine Runden auf dem sandigen Boden dreht. Der Mann, um die 40, geht in die Knie und krault dem Tier durch das struppige Fell. Eine Kameradin stellt sich neben ihn, zieht ein offenes Plastikpäckchen aus ihrer Uniform, bald hat sich ein kleines Rudel um die beiden versammelt. Der Soldat verteilt Würstchen an die mageren Tiere, lächelt, streichelt weiter. „Die Hunde aus Gaza sind bei uns willkommen, sie haben uns nichts getan“, sagt er. Dann wandert sein Blick zu dem massiven Stacheldrahtzaun, der sich nur wenige Meter entfernt durch die Landschaft zieht. „Tiere tragen nichts Böses in sich“, sagt der Soldat. „Aber für die Menschen da drüben habe ich keine Gnade mehr.“