Die Goldbecks aus Bielefeld bauen Fabriken, Parkhäuser, Schulen und Wohnhäuser – auch mit Geld vom Staat. Ist es bei ihnen in guten Händen?
© Jost Schowe für ZEIT für Unternehmer
Wer sich die Geschäftszahlen des Unternehmens
Goldbeck aus Bielefeld anschaut, könnte es für eins dieser schnell wachsenden Start-ups halten. Die Umsatzkurve steigt so stark an, dass sie einem Hockeyschläger gleicht. Dabei
ist das Unternehmen in der Baubranche tätig,
und der ging es zuletzt eher schlecht. Mit mehr
als 403.000 Kubikmeter Beton hat Goldbeck im Geschäftsjahr 2024/2025 Hallen, Parkhäuser und Bürogebäude gebaut und gestaltet damit ziemlich sichtbar das Land. Gegründet wurde das Familienunternehmen 1969 von
dem Stahlbauingenieur Ortwin Goldbeck. Der
ist heute 86 und hat die Leitung seiner Firma schon 2007 an seine Söhne Jan-Hendrik, 49, und Jörg-Uwe Goldbeck, 58, übergeben, die so unterschiedlich ticken, dass man sich fragt: Läuft das Unternehmen deswegen so gut – oder trotzdem?
