Backzubehör: Welches braucht man für Kuchen und Plätzchen?

Stand: 28.11.2025 15:21 Uhr

Ausstecher, Teigrolle, Waage: Beim Backen sind spezielle Küchengeräte nützlich. Wer sie nicht hat, muss zu Weihnachten aber nicht auf selbst gemachte Plätzchen verzichten, denn fast immer gibt es Alternativen.

Zur Basisausstattung fürs Backen gehört eine Rührschüssel für den Teig. Sie sollte stabil stehen. Viele Schüsseln haben dafür einen Gummiring am Boden, der für Standfestigkeit sorgt. Wer nur normale Schüsseln hat, legt ein feuchtes Küchentuch darunter – auch das hilft gegen Rutschen.

Teig kneten per Küchenmaschine, Mixer oder Hand

Ein Stück Mürbeteig liegt auf einer bemehlten Arbeitsfläche.

Die Zutaten für Mürbeteig sollten immer zügig verknetet werden. Das geht gut mit der Hand.

Für alle, die regelmäßig backen, kann sich eine Küchenmaschine lohnen. Die Rührschüssel besteht häufig aus Metall, ist integriert und muss nicht festgehalten werden. Die Maschine übernimmt auch das Rühren oder Kneten des Teigs. Doch auch ein Handrührgerät mit Quirlen und Knethaken tut seinen Dienst.

Wer beides nicht hat, kann den Teig per Hand kneten. Vor allem Mürbeteig lässt sich so sehr gut herstellen. Dazu am besten die Hand vorher unter kaltem Wasser kurz etwas abkühlen und die Zutaten möglichst zügig verkneten. Bei schweren Teigen kann das Kneten per Hand allerdings anstrengend sein.

Küchenwaage und Alternativen

Das beste Backrezept kann nicht funktionieren, wenn die Menge der Zutaten nicht stimmt. Eine digitale Küchenwaage hilft, alles aufs Gramm genau abzuwiegen. Zur Not tun es aber auch Messbecher: Allerdings sind sie bei kleinen Mengen und festen Stoffen wie Mehl und Zucker nicht immer ganz exakt.

Eine weitere Alternative zur Küchenwaage sind Löffel und Tassen. Eine klassische Kaffeetasse fasst etwa 120 Gramm Mehl und ungefähr 150 Milliliter Milch. Ein gestrichener Esslöffel fasst zwischen 10 und 15 Gramm, ein Teelöffel ungefähr 5 Gramm. Das Umrechnen auf Löffel und Tassen kann allerdings – je nach Art und Größe der Tasse oder des Löffels – ungenau sein.

Teigschaber für die Schüssel

Gerade in Plätzchen stecken meist viele gute Zutaten. Schade also, wenn Teig in der Schüssel kleben bleibt. Ein Teigschaber aus weichem Kunststoff hilft, auch den letzten Rest aus der runden Schüssel zu bekommen. Er ist auch gut geeignet zum vorsichtigen Unterheben, etwa von Eischnee. Hat man keinen zur Hand, kann man sich mit einem Löffel oder einem umgedrehten Messer behelfen.

Teig ausrollen – so geht’s

Theresa Baumgärtner rollt mit einer Teigrolle Mürbeteig auf einem Holzbrett aus.

Mit einer Rolle lässt sich der Teig leicht ausrollen. Wer keine hat, kann sich mit einer Flasche behelfen.

Ist der Teig fertig, wird er ausgerollt. Auf speziellen Silikon-Matten bleibt der Teig nicht kleben und man kann sie in der Regel auch zum Backen verwenden. Wer keine Matte hat, nutzt einfach eine bemehlte Arbeitsfläche.

Um Teig gleichmäßig dünn auszurollen, ist eine Teigrolle oder ein Nudelholz sehr hilfreich. Auch sie gibt es mit Silikon-Beschichtung oder traditionell aus Holz. Ersatzweise tut es auch eine Flasche oder ein großes Glas.

Plätzchen ausstechen: Die Form macht’s

Vom klassischen Stern über Tannenbäumen bis hin zu Tierfiguren: Ausstecher für Plätzchen sind in zahllosen verschiedenen Formen erhältlich. Formen aus Metall sind haltbarer als Produkte aus Kunststoff, die leicht brechen können.

Wer keine Ausstecher hat, kann ein einfaches Trinkglas nutzen. Damit lassen sich Kreise und Monde formen. Geradlinige Stücke, auch Dreiecke oder Rauten, kann man mit einem Messer oder Pizzaroller zuschneiden. Mit Gabeln, Kronkorken oder einem Löffel lassen sich Muster erzeugen.

Ausstecher auf einem Backblech

Butterplätzchen und Vanillekipferl sind Klassiker aus Mürbeteig. Welcher Teig eignet sich für Lebkuchen, Makronen oder Zimtsterne?

Backpapier, Backmatte oder Einfetten

Wer sichergehen will, dass die Plätzchen nach dem Backen nicht am Blech hängen bleiben und sich die Reinigung des Blechs sparen möchte, greift zu Backpapier oder einer Backmatte aus Silikon. Backmatten haben den Vorteil, dass sie immer wieder verwendet werden können. Papier muss man nachkaufen, es lässt sich nur wenige Male wieder verwenden und ist nicht recycelbar. Daher gehört es in den Restmüll.

Hat man kein Backpapier zu Hand, kann man das Backblech ganz traditionell mit etwas Butter oder Margarine einfetten. Das ist sogar besonders umweltfreundlich.

Verzieren mit Pinsel, Messer oder Löffel

Sind die Plätzchen abgekühlt, geht es ans Verzieren. Um Zuckerguss oder flüssige Kuvertüre gleichmäßig aufzutragen, sind Pinsel hilfreich. Am klassischen Backpinsel mit Borsten bleibt recht viel Verziermasse haften, besser eignen sich daher Silikon-Pinsel.

Wer keinen hat, nimmt ein einfaches Frühstücksmesser. Feine Linien lassen sich erzeugen, indem man die flüssige Kuvertüre in einem dünnem Strahl von einem Löffel fließen lässt.

Plätzchen am besten in Dosen aufbewahren

Wenn das Gebäck restlos ausgekühlt und die Verzierung getrocknet ist, eignen sich gut verschließende Kunststoff- oder Blechdosen zum Aufbewahren. Dabei knusprige und weiche Plätzchen in getrennte Dosen legen, sonst werden die knusprigen bald weich und die weichen trocken. Möglichst für jede Sorte eine eigene Dose verwenden, damit sich die Aromen nicht mischen. Zwischen mehrere Lagen Kekse je ein Stück Backpapier legen.

Mit Puderzucker bestäubte Kekse in Sternform liegen auf einem Holzbrett.

Der Advent ist für viele die leckerste Zeit des Jahres, selbst gebackene Plätzchen dürfen da nicht fehlen. Rezepte und Tipps.

Ausstecher auf einem Backblech

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Sternanis, Nelken, Zimtstangen und eine getrocknete Orangen-Scheibe liegen auf einem Tisch.

Weihnachtsgewürze wie Anis, Nelken oder Zimt sorgen dafür, dass Plätzchen so lecker schmecken. Eine kleine Gewürzkunde.

Birkenzucker auf einem Holzlöffel.

Es gibt viele Ersatzstoffe für Kristallzucker. Doch nicht alle eignen sich gleich gut für Kuchen, Kekse und andere Backwaren.