Autoindustrie: Gewinn von Mercedes-Benz bricht um die Hälfte ein

Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis 2025 um rund 49 Prozent von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro gesunken, teilte der Stuttgarter Autohersteller mit. Der Umsatz ging demnach um neun Prozent von 145,6 auf 133,2 Milliarden Euro zurück. 

„Belastet wurde die Entwicklung durch globale Zölle, negative Wechselkurseffekte und intensiven Wettbewerb in China“, teilte der Konzern mit. In China schrumpfte der Umsatz demnach mit einem Rückgang von 19 Prozent besonders stark. Das Land ist der wichtigste Markt für den Konzern; fast ein Drittel aller Pkw werden dort verkauft. Der globale Absatz an Pkw und von Mercedes Vans sank im Vergleich zu 2024 von 2,39 auf 2,16 Millionen Stück. 

Nach Unternehmensangaben entsprechen die Rückgänge vorab erwarteten Werten. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von 134 Milliarden Euro und einem Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern von 6,6 Milliarden Euro gerechnet. Letzterer Wert lag im vergangenen Jahr bei 5,8 Milliarden Euro und damit deutlich unter den Erwartungen der Analysten.

63 Prozent weniger Gewinn innerhalb von zwei Jahren

Die Kennzahlen des Konzerns sinken damit bereits das zweite Jahr in Folge deutlich: Im Vergleich zu 2023 (PDF) sind Umsatz und Zahl verkaufter Fahrzeuge um 13 Prozent gesunken, der Gewinn nach Steuern sogar um 63 Prozent (2023: 14,5 Milliarden Euro). 

Einsparungen von mehr als 3,5 Milliarden Euro hätten einen Teil der Gewinnausfälle kompensieren können, teilte Mercedes-Benz weiter mit. Das Unternehmen hatte bereits vor mehr als einem Jahr ein Sparprogramm ausgerufen, in dessen Rahmen die Produktionskosten bis 2027 um zehn Prozent sinken sollen. Auch die Fixkosten sollen bis 2027 ebenfalls um zehn Prozent sinken. Dazu setzte der Konzern ein Abfindungsprogramm für Mitarbeiter außerhalb der Produktion an. 

Mercedes-Chef Ola Källenius gab sich optimistisch. In diesem Jahr erwarte er einen Umsatz auf dem Niveau von 2025, teilte er mit. Das Ergebnis vor Steuern solle hingegen deutlich höher ausfallen.