Australian Open: Hanfmann bietet Alcaraz die Stirn – und verliert

Yannick Hanfmann im Duell mit Spaniens Carlos Alcaraz

Stand: 21.01.2026 10:08 Uhr

Yannick Hanfmann hat in der 2. Runde der Australian Open trotz starker Leistung eine Niederlage gegen den haushohen Favoriten Carlos Alcaraz kassiert.

Es blieb die Erkenntnis, dass gegen diesen Carlos Alcaraz kein Kraut gewachsen ist. Zumindest nicht für Yannick Hanfmann, dem bis dahin neben Alexander Zverev einzig verbliebenen deutschen Tennisprofi bei den Australian Open. Der Spanier setzte sich mit 7:6, 6:3, 6:2 gegen Hanfmann durch und zog letztlich souverän in die 3. Runde ein.

Dabei hatte der 34-Jährige zumindest einen Satz lang auf Augenhöhe agiert, Alcaraz mit seinem mutigen Auftritt immer wieder unter Druck gesetzt und in Schach gehalten. Eine Stunde und 18 Minuten lang dauerte der überaus intensive Kampf um den ersten Durchgang.

Alcaraz schlägt gnadenlos zu

Mit ein bisschen Glück hätte Hanfmann diesen für sich entscheiden können, es ging um ein, zwei Punkte. Doch Alcaraz zeigte genau in diesen Momenten, weshalb er neben Jannik Sinner einer der derzeit zwei besten Spieler der Welt ist. Er behielt die Nerven und setzte sich durch.

Carlos Alcaraz spielte überragendes Tennis

Das hätte dem Deutschen womöglich das Selbstvertrauen und den Glauben an eine mögliche Sensation gegeben. Aber Alcaraz verhinderte das. „Ich wusste, dass er großartig spielen kann“, fand Alcaraz nach der Partie anerkennende Worte für seinen Kontrahenten.

Doch Alcaraz schlug im Wortsinn erbarmungslos zu, klaute Hanfmann die Luft zum Atmen. Der zweite Satz dauerte dann nur noch rund 40 Minuten, in dem Hanfmann weiter mutig und offensiv agierte, aber der Spanier zulegte. Zu allem Überfluss litt Hanfmann mit zunehmender Dauer der Partie unter Bauchmuskelproblemen, musste eine Verletzungspause einlegen und ein Schmerzmittel einnehmen.

Yannick Hanfmann wurde in einer Spielunterbrechung am Bauch massiert.

Guter Jahresauftakt

Hanfmann wehrte sich auch im dritten Satz nach Kräften, konnte Alcaraz hier und da mit ein paar spektakulären Gewinnschlägen überraschen. Aber in Gefahr bringen, wie noch im ersten Satz, konnte Hanfmann den 22-Jährigen nicht mehr.

Dennoch war es ein guter Jahresauftakt für den Deutschen, der gestärkt in die Saison gehen kann. Dass er Alcaraz tatsächlich über drei Gewinnsätze schlagen könnte, daran dürfte der gebürtige Karlsruher ohnehin nicht ernsthaft geglaubt haben.