Australian Open Finale: Alcaraz siegt erstmals bei den Australian Open

Im Finale der Männer bei den Australian Open hat der Spanier und Weltranglistenerste Carlos Alcaraz erstmals den Titel geholt. Er schlug den Serben Novak Djokovic mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 in Melbourne. Mit dem Sieg nach 3:02 Stunden sicherte er sich seinen siebten Grand-Slam-Titel.

Zudem ist Alcaraz der jüngste Spieler in der Geschichte des Tennissports, dem es gelang, alle vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal zu gewinnen. Bisher galt Don Budge aus den USA als Rekordhalter. Er hat im Jahr 1938 kurz vor seinem 23. Geburtstag seine Titelsammlung vervollständigt. In der Weltrangliste baute Alcaraz seinen Vorsprung zu Verfolger Jannik Sinner aus Italien aus.

Djokovic, der die Australian Open bereits zehnmal gewonnen hatte, verlor indes erstmals ein Finale in Melbourne und verpasste den 25. Grand-Slam-Sieg seiner Karriere. Auf der Weltrangliste rückte er auf den dritten Platz vor. Im Falle des Sieges hätte er die Australierin Margaret Court überholt, mit der er sich bislang den Rekord für die meisten Erfolge bei den vier wichtigsten Tennisturnieren teilt.

Spielunterbrechung wegen geschlossenem Arenadach

Die Partie hatte für Alcaraz zunächst ungünstig begonnen. Djokovic gewann den ersten Satz in nur 33 Minuten. „Djokovic hat einen genauen Plan, wie er spielen will. Alcaraz noch gar nicht“, bilanzierte der Ex-Trainer des Serben, Boris Becker, zwischenzeitlich bei Eurosport. 

Im zweiten Satz kam Alcaraz besser ins Spiel. Die Partie musste jedoch auf Alcaraz‘ Wunsch hin unterbrochen werden. Der Spanier beschwerte sich, weil das Dach der Arena beinahe komplett geschlossen war, obwohl es nicht regnete. Im dritten Satz wurde Alcaraz schließlich der aktivere Spieler und nach zwei gespielten Stunden sah er sich nur noch einen Satz vom Titel entfernt. Im vierten Durchgang gelang ihm schließlich der Sieg.

Nach dem Spiel sagte Djokovic: „Glückwunsch Carlos, das war ein fantastisches Turnier. Was Du geschafft hast, ist historisch – legendär.“ Der Serbe machte zudem deutlich, dass seine Karriere noch nicht vorbei ist: „Du bist noch so jung, hast noch so viel Zeit. So wie ich auch. Ich bin sicher, wir werden uns noch häufiger auf dem Platz sehen – in den kommenden zehn Jahren“, sagte der 38-Jährige.

Alcaraz hatte den Titel zuvor als größtes Ziel in diesem Jahr bezeichnet. „Jeder Schritt mehr, jede Sekunde mehr Leiden, jede Sekunde mehr Kämpfen ist es immer wert“, sagte er. Vor dem Endspiel hatte Alcaraz im fast fünfeinhalb Stunden langen Halbfinale Alexander Zverev besiegt. Djokovic hatte im Halbfinale Titelverteidiger Sinner in fünf Sätzen geschlagen. Im Finale der Damen setzte sich die 26-jährige Jelena Rybakina aus Kasachstan gegen Topfavoritin Aryna Sabalenka aus Belarus durch und sicherte sich erstmals den Titel.