Australian Open aktuell
Wer ist weiter? Wer ist raus? Das Wichtigste von den besten Spielen am Mittwoch, kurz und kompakt.
Bai treibt Sabalenka Schweißperlen ins Gesicht
Aryna Sabalenka (BLR) – Zhuoxuan Bai (CHN) 6:3; 6:1
Am Ende musste Aryna Sabalenka tief durchatmen. Der Sieg gegen Bai Zhuoxuan kostete sie mehr Mühe, als es das Ergebnis aussagt. Die Favoritin fegte anfänglich zwar über ihre Gegnerin hinweg, als sei diese nur eine überforderte Sparringspartnerin. Bis zum 5:0 im ersten Satz hatte die 23 Jahre alte Chinesin keine Chance gegen die krachenden Schläge Sabalenkas.
Aber die bis dahin allzu schüchtern agierende Bai entwickelte plötzlich mehr Mut und konnte Sabalenka mit ihrem präzisen Spiel und ihren gefühlvoll gesetzten Schlägen ärgern. Das reichte für die 23-Jährige zwar nicht für einen Satzgewinn, aber sie trieb Sabalenka bis zum Ende die Schweißperlen aufs Gesicht. Das kann nicht jede Spielerin von sich behaupten.
Aryna Sabalenka gewinnt gegen die Chinesin Zhuoxuan Bai
Medwedew in starker Form gegen Halys
Daniil Medwedew (RUS) – Quentin Halys (FRA) 6:7; 6:3, 6:4, 6:2
Daniil Medwedew sah nach dem Match gegen den Franzosen Quentin Halys überaus entspannt aus, die dreistündige Anstrengung war ihm nicht anzusehen. Der frühere Weltranglisten-Erste scheint sich nach einer längeren sportlichen Durststrecke wieder seiner Bestform anzunähern. Auch, weil er sein Spiel verändert hat und nicht nur ausschließlich verteidigt, sondern auch offensivere Anteile einstreut. Halys bekam das schmerzlich zu spüren. Mit Medwedew dürfte in Melbourne noch zu rechnen sein.
Daniil Medvedev zeigt eine starke Leistung gegen Quentin Halys.
Gauff dominiert ihre Gegnerin
Coco Gauff (USA) – Olga Danilivoc (SER) 6:2; 6:2
Im On-Court-Interview nach dem souveränen Erfolg gegen Olga Danilovic hatte Coco Gauff sichtlich Spaß und beschäftigte sich nicht mehr so sehr mit dem gerade beendeten Zweitrunden-Match gegen die Serbin. Vielmehr ging es grundsätzlich um Stoppbälle und die Anweisungen ihrer Coaches, auf die sie „natürlich“ höre, sagte sie mit ihrem typischen „giggeln“. Danilovic war keine echte Hürde für die 21 Jahre alte US-Amerikanerin, die mit ihrer dominanten Performance andeutete, dass sie im Kampf um den Titel ein ernstes Wort mitreden will.
Coco Gauff dominiert Olga Danilovic nach Belieben.
Andrejewa fegt Sakkari vom Platz
Mirra Andrejewa (RUS) – Maria Sakkari (GRE) 6:0, 6:4
Was für eine Demonstration von Mirra Andrejewa: Die 18-Jährige fegte Maria Sakkari mit beeindruckender Schlaghärte und nicht weniger Finesse nach nur 67 Minuten vom Court. Die 30-Jährige, ehemalige Nr. 3 der Welt, hatte eigentlich nie den Hauch einer Chance gegen die forsche Russin.
Mirra Andrejewa überzeugt mit variablem Spiel.
Ihre gute Form hatte Andrejewa schon unmittelbar vor Melbourne angedeutet, als sie das WTA-Vorbereitungsturnier in Adelaide für sich entscheiden konnte. Sollte sie ihre gute Form kompensieren können, dürfte es für Andrejewa noch weit gehen bei diesem Turnier.
Künstler Bublik gewinnt gegen Fucsovics
Alexander Bublik (KAZ) – Marton Fucsovics (HUN) 7:5, 6:4, 7:5
Der Künstler hat die Ernsthaftigkeit gelernt: Das Talent von Alexander Bublik ist seit jeher ungewöhnlich groß. Mittlerweile hat sich der 28-Jährige allerdings auch die nötige Ernsthaftigkeit zugelegt, um gegen Gegner, die er schlagen kann, auch mit der nötigen Seriosität in die Partie zu gehen.
Alexander Bublik präsentiert sich in guter Form.
Gegen Marton Fucsovics mischte er seine spielerische Genialität mit solidem Tennis-Handwerk, was ihm als deutlichen Sieger vom Platz gehen ließ. Mit dieser Herangehensweise kann es Bublik noch sehr weit bringen bei diesem Grand-Slam-Turnier.
De Minaur läuft gegen Medjedovic auf Hochtouren
Alex de Minaur (AUS) – Hamad Medjedovic (SBR) 6:7, 6:2, 6:2, 6:1
Bei der neunten Teilnahme soll der ganz große Wurf gelingen – zumindest wenn es nach Alex de Minuar geht. Denn der Australier hat ein Heimspiel und vor allem ein großes Kämpferherz. Mittlerweile hat sich der 26-Jährige auch spielerisch so verbessert und viele Varianten seinem Spiel, dass er auch mal an die ganz großen Titel denken kann. Immerhin ist er bereits die Nummer 6 der Weltrangliste. Gegen Hamad Medjedovic brauchte er einen Satz lang, um seine Qualitäten voll zu entfalten. Danach lief der De-Minaur-Motor auf Hochtouren.
Alex de Minaur hofft auf einen Titel in Melbourne.

