Gegen Cerundolo zeigte Zverev seine bislang beste Leistung bei den diesjährigen Australian Open. Der 28-Jährige verwandelte nach 2:12 Stunden seinen zweiten Matchball und blieb damit im diesjährigen Turnierverlauf erstmals ohne Satzverlust. Im Kampf um den Halbfinaleinzug bekommt es Zverev nun am Dienstag mit dem amerikanischen Senkrechtstarter Learner Tien zu tun.
Alcaraz weiter ohne Satzverlust
Zuvor war der Weltranglisten-Erste Carlos Alcaraz ebenfalls souverän ins Viertelfinale eingezogen. Der 22 Jahre alte Spanier setzte sich im Achtelfinale gegen den Amerikaner Tommy Paul 7:6 (8:6), 6:4, 7:5 durch und ist damit in Melbourne in diesem Jahr weiter ohne Satzverlust. Alcaraz, der beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison bislang noch nie über das Viertelfinale hinausgekommen ist, benötigte 2:44 Stunden für seinen Erfolg.
„Ich bin sehr zufrieden mit meinem Level. Ich denke, es war ein Spiel auf einem sehr hohen Niveau“, sagte Alcaraz. Die Australian Open sind das einzige Grand-Slam-Turnier, das der Spanier bislang nicht gewonnen hat.
Zuschauerin erleidet Schwächeanfall
Die Partie in der Rod Laver Arena musste im Tiebreak des ersten Satzes für eine knappe Viertelstunde unterbrochen werden, weil auf den Zuschauerrängen eine ältere Dame einen Schwächeanfall erlitten hatte. Die Frau konnte die Arena begleitet von Sanitätern, aber laufend verlassen.
Alcaraz ließ sich von der kurzen Pause nicht aus dem Rhythmus bringen und holte sich kurz nach der Wiederaufnahme des Spiels den ersten Satz. Anders als sein großer Rivale Jannik Sinner am Tag zuvor zeigte Alcaraz insgesamt eine souveräne Leistung.
Sinner hatte in seinem Achtelfinale am Samstag gegen den Amerikaner Eliot Spizzirri bei großer Hitze mit Krämpfen am ganzen Körper zu kämpfen. Erst als das Dach über der Rod Laver Arena geschlossen wurde, bekam Sinner die Probleme in den Griff. Am Sonntag war es in Melbourne während des Spiels von Alcaraz allerdings auch deutlich kühler.
Sabalenka im Viertelfinale
Die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka erreichte unterdessen als erste Spielerin das Viertelfinale. Die zweimalige Melbourne-Siegerin setzte sich im Achtelfinale gegen Victoria Mboko aus Kanada 6:1, 7:6 (7:1) durch und steht damit bei einem Grand-Slam-Turnier zum 13. Mal nacheinander in der Runde der letzten Acht.
Sabalenka, die im Vorjahr im Finale überraschend gegen die Amerikanerin Madison Keys verloren hatte, verwandelte in der Rod Laver Arena nach 86 Minuten ihren fünften Matchball. Sie bekommt es jetzt mit der 18 Jahre alten Serbin Iva Jovic zu tun, die die Kasachin Julia Putinzewa in nur 53 Minuten mit 6:0, 6:1 deklassierte und erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier im Viertelfinale steht.
Die 27-Jährige aus Belarus hatte gegen die acht Jahre jüngere Kanadierin lange Zeit alles im Griff. Sabalenka führte 6:1, 4:1, ehe sich Mboko steigerte und der großen Favoritin doch noch einen harten Kampf lieferte. Beim Stand von 4:5 wehrte die Kanadierin drei Matchbälle ab und nahm Sabalenka dann den Aufschlag ab.
Die Entscheidung musste nun im Tiebreak fallen, wo Sabalenka ihre eindrucksvolle Nervenstärke abermals unter Beweis stellte. Es war der 20. Tiebreak in Serie, den die Nummer eins der Welt gewann. Letztmals verlor sie bei den French Open 2023 einen Tiebreak.
