

„Frohe Ostern!“ – neben dem obligatorischen Gruß gehören wie jedes Jahr auch wieder Stop-and-Go und Staus auf den Autobahnen zu den Feiertagen. Denn egal, ob man zu Familienbesuchen aufbricht oder in den Osterurlaub startet – von Karfreitag bis Ostermontag (3. bis 6. April) wird es bisweilen ziemlich voll auf den Autobahnen. Doch länger dauern kann es auch vorher und nachher, erläutern der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC.
Fast alle sind in den Osterferien – viele Reisen mit dem Auto
Es ist insgesamt mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen, so die Clubs. Grob gesagt sind vor allem die Strecken in Richtung der Küsten, in die Berge und in den Süden von Staugefahr betroffen.
Da nicht nur in Deutschland fast überall Osterferien sind, sondern auch in vielen europäischen Regionen, füllt das auch die Transitrouten und etliche Strecken in den Nachbarländern.
Und wie immer können auch rund um die Feiertage Teilstücksperrungen (allerdings nur wenige), Baustellen – der ADAC zählt aktuell deutschlandweit 779 – und Unfälle für noch mehr Zeitverluste beim Reisen sorgen.
Der ADAC rät, sich vor dem Losfahren ganz aktuell über das Verkehrsgeschehen auf der geplanten Route zu informieren – und speziell vor Reisen in die Alpen genügend Zeit einzuplanen
Der Überblick – wann es vor und am Wochenende voll wird
Der ACE und der ADAC erwarten in den Großräumen Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München sowie auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
A 1 Köln – Dortmund – Münster – Bremen – Hamburg – Lübeck
A 1/A 3/ A 4 Kölner Ring
A 2 Oberhausen – Dortmund und Braunschweig – Magdeburg
A 3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A 4 Köln – Aachen und Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden – Görlitz
A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel
A 6 Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A 9 Berlin – Nürnberg – München
A 10 Berliner Ring
A 11 Berliner Ring – Stettin
A 24 Hamburg – Berlin
A 40 Essen – Duisburg – Venlo
A 44 Dortmund – Kassel
A 45 Aschaffenburg – Gießen – Dortmund
A 59 Düsseldorf – Köln – Bonn
A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
A 81 Würzburg – Heilbronn – Stuttgart – Singen
A 93 Kiefersfelden – Rosenheim
A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
A 96 München – Lindau
A 99 Autobahnring München
Auch in Österreich dürfte es rund um Ostern viel Betrieb geben. So rechnet der ACE auf den Anreiserouten in die österreichischen Skigebiete, den Transitachsen und weiter Richtung Südtirol „mit einem massiven Verkehrsaufkommen“. Den Clubs zufolge sind vor allem die Tauernautobahn (A 10), die Inntalautobahn (A 12) und die Brennerautobahn (A 13) zwischen Innsbruck und dem Brennerpass betroffen.
Großbaustellen auf wichtigen Routen in Österreich
Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen – trotz temporärer zweistreifiger Verkehrsführung. Es bleibt laut ACE ein „kritisches Nadelöhr mit erheblichen Verzögerungszeiten“. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen.
Zudem sind noch Fahrverbote für den Ausweichverkehr am Wochenende in Kraft – so unter anderem im Bundesland Tirol bis zum 6. April. Die betroffenen Strecken und Zeiten lassen sich auf der Informationsseite des Bundeslands Tirol ansehen. Ähnliches gilt in Vorarlberg, wozu das Bundesland auch eine Seite im Netz hat.
Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich
Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.
Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag einsehen.
Auch in der Schweiz dürften sich viele Routen füllen
Auch in der Schweiz ist spätestens ab Gründonnerstag mit einer Zunahme des Verkehrs zu rechnen. Ein neuralgischer Punkt: der Tunnel auf der Gotthardroute (A 2). Vor dem Nordportal in Göschenen sollten Reisende wegen der zu erwartenden Blockabfertigung „ein erhebliches Zeitpolster einplanen“. Alternative ab einer Wartezeit von über einer Stunde vor dem Nordportal (Göschenen): die San-Bernardino-Route (A 13). Aber auch hier ist mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Auch am Freitagvormittag erreichen die Transitstrecken ihre Kapazitätsgrenzen. Neben der Gotthardroute sind laut ADAC vor allem die A 1 (zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen) sowie die A 3 (Basel nach Chur) stark belastet.
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