Apple bricht mit iPhone-Umsätzen Rekorde


Apple meldet sich zurück. Der Elektronikkonzern hat mit seinen am Donnerstag nach Börsenschluss vorgelegten Geschäftsergebnissen die Erwartungen deutlich übertroffen und scheint damit eine zwischenzeitliche Schwächephase vorerst hinter sich gelassen zu haben. Zu verdanken ist das vor allem dem iPhone, dem mit Abstand wichtigsten Produkt des Konzerns. Die Umsätze mit dem Gerät stiegen um 23 Prozent, vor einem Jahr waren sie noch leicht geschrumpft.

Trotz der viel besser als erwarteten Zahlen notierte der Aktienkurs im nachbörslichen Handel zunächst nur leicht im Plus. Apple hat sich in jüngster Zeit an der Börse allgemein gut geschlagen, in den vergangenen sechs Monaten erhöhte sich der Kurs um mehr als zwanzig Prozent.

Eine Wende gelingt auf dem Markt in China

Die Marktkapitalisierung liegt im Moment bei 3,8 Billionen Dollar. Apple ist allerdings kürzlich vom Google-Mutterkonzern Alphabet überholt worden, dessen Börsenwert 4,1 Billionen Dollar beträgt. Das wertvollste Unternehmen der Welt ist der Chipanbieter Nvidia mit knapp 4,7 Billionen Dollar.

Insgesamt meldete Apple für das abgelaufene Geschäftsquartal ein Umsatzplus von 16 Prozent auf einen Rekordwert von 143,8 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 138,5 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn erhöhte sich ebenfalls um 16 Prozent auf 42,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie von 2,84 Dollar war um 17 Cent höher als erwartet. Auch mit Blick auf das nächste Quartal zeigt sich Apple optimistisch und sagt ein Umsatzplus von 13 bis 16 Prozent voraus.

In den vergangenen Monaten hat sich schon abgezeichnet, dass sich das iPhone 17, die jüngste Modellgeneration des Apple-Handys, gut verkauft. Aber der nun gemeldete Umsatz mit dem Gerät von 85,3 Milliarden Dollar lag noch einmal deutlich über den Erwartungen. Es stand damit für fast 60 Prozent des Konzernumsatzes. Vorstandschef Tim Cook sprach von einer „noch nie dagewesenen Nachfrage“.

Gut entwickelte sich auch das Dienstleistungsgeschäft, die zweitgrößte Sparte des Konzerns, zu der Plattformen wie Apple TV und Apple Pay sowie der App Store gehören. Hier stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 30,0 Milliarden Dollar. In den anderen Produktkategorien war das Bild gemischt. Der Umsatz mit dem iPad stieg um sechs Prozent, bei Macintosh-Computern gab es ein Minus von sieben Prozent. In der Sparte, zu der Produkte wie die Apple Watch, die Airpods-Kopfhörer und die Computerbrille Vision Pro gehören, fiel der Umsatz um zwei Prozent.

Eine Wende ist Apple auf dem wichtigen chinesischen Markt gelungen. Hier stieg der Umsatz um 38 Prozent, nachdem es im vorangegangenen Quartal noch ein Minus von vier Prozent gegeben hatte. Cook machte auch dafür eine hohe Nachfrage nach iPhones verantwortlich.

Trotz glänzender Finanzergebnisse kämpft Apple im Moment auch mit einigen Herausforderungen, insbesondere auf der Produktseite. Das Unternehmen kommt zum Beispiel mit seinen Initiativen rund um Künstliche Intelligenz viel langsamer voran als erhofft. Eine schon 2024 angekündigte neue KI-Variante des Assistenzprogramms Siri soll nun erst in diesem Jahr herauskommen. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Apple jetzt Google zu Hilfe holt. Die beiden Unternehmen kündigten eine Allianz an, wonach KI-Funktionen von Apple künftig zum Teil auf Googles KI-Modell Gemini basieren sollen. Das soll auch für die verzögerte Siri-Version gelten. Cook sagte jetzt, Apple sei sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit.