
Die Bundesregierung war nach Angaben des Auswärtigen Amtes und des Sprechers von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorab über den Angriff auf den Iran informiert worden. Merz stimme sich mit den europäischen Partnern ab und tausche
sich mit den Fachministern aus den sicherheitsrelevanten Ressorts aus, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius.
Auch das Außenministerium ist mit den Angriffen beschäftigt. „Das Auswärtige
Amt beobachtet die Lage in Iran und Israel und der weiteren Region genau“,
sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes der ZEIT. Es stehe in engem und
ständigem Kontakt mit den Botschaften in der Region. Der Krisenstab der
Bundesregierung trete am Mittag im Auswärtigen Amt zusammen. Deutsche im Iran, in Israel und der weiteren Region sollten sich entsprechend registrieren und den Anweisungen der
Behörden Folge leisten. Auch die Reise- und
Sicherheitshinweise würden laufend aktualisiert.
Ein Sprecher von Außenminister Johann Wadephul (CDU) teilte mit, Wadephul sei als erster ausländischer Minister von Israel
über den bevorstehenden Militäreinsatz informiert worden. Sein
israelischer Amtskollege Gideon Sa’ar habe ihn am Morgen in
Kenntnis gesetzt. Wadephul habe daraufhin Kontakt zu Kollegen in
der Region aufgenommen und weitere Maßnahmen koordiniert.
Wie aus dem Auswärtigen Amt zu hören war, ist im
Iran derzeit eine mittlere dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger registriert. In Israel ist es eine mittlere vierstellige Zahl
und in den palästinensischen Gebieten eine mittlere dreistellige Zahl
Bundesbürgerinnen und Bundesbürger.
In der Nacht auf Samstag haben das israelische und das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. US-Präsident Donald Trump kündigte einen „massiven
und andauernden Einsatz“ an. Israel teilte mit, die Angriffe dienten der Landesverteidigung. Der Iran hat einen Gegenangriff auf Israel gestartet.
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