Andy Borg zeigt sich betroffen und nachdenklich: Bittere Kritik an neuer Musik

Andy Borg (65) weiß, wie man ein Publikum unterhält: In seinem „Schlager-Spaß“ im SWR darf der Entertainer regelmäßig echte Show-Größen empfangen. Im Laufe seiner langen Karriere konnte Borg einige Entwicklungen in der Musikbranche beobachten – doch nicht alle sagen ihm zu. Der 65-Jährige verrät nun ganz ehrlich, warum er manchmal den alten Zeiten nachtrauert.

Große Überraschung: Andy Borg erhält „Goldene Stimmgabel Thüringens“

Zum großen Frauentags-Konzert im thüringischen Suhl war in diesem Jahr auch Andy Borg angereist. Der 65-Jährige hatte gerade seinen Auftritt beendet, als er auf der Bühne mit einer besonderen Ehre überrascht wurde. Die „Goldene Stimmgabel Thüringens“ ging in diesem Jahr an ihn. Seine Dienste für den deutschen Schlager wurden gewürdigt.

Andy Borg nahm die Auszeichnung völlig überrascht entgegen. In einem emotionalen Moment durfte sich der Entertainer über Standing Ovations freuen und wandte seinem tosenden Publikum schließlich für ein gemeinsames Selfie den Rücken zu: „Ich möchte Sie alle auf dem Bild haben, denn ohne Sie hätte ich [den Preis] nicht bekommen.“

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Andy Borg übt Kritik: „Freue mich über was Sinnvolles“

Im Anschluss an seinen Auftritt spricht Andy Borg beim Regional-Sender „Rennsteig-TV“. Von seinem Preis, der tatsächlich keine Attrappe, sondern eine echte Stimmgabel ist, zeigte sich der 65-Jährige fasziniert. Er bat den Stimmgabel-Bauer Arno Barthelmes darum, ihm die Hintergründe des Herstellungsprozesses näherzubringen: „Ich habe Mechaniker gelernt“, weshalb er sich für Legierung und den Grundton sehr interessieren würde.

Andy Borg betonte auch, warum ihm der Preis besonders viel bedeuten würde: „Diese Auszeichnungen, die man als junger Mensch oft bekommt im kurzen Abstand, sind seltener geworden. Umso mehr freue ich mich über was Sinnvolles, über was, was mit Musik zu tun hat.“

Musik durch künstliche Intelligenz anstatt von Komponisten

Denn der 65-Jährige wisse echtes Handwerk noch immer am meisten zu schätzen: „Heutzutage, wo man im Internet jemanden singen lassen kann, Texte erfinden [lassen] kann von der KI. [Die Stimmgabel, d. Red. ] ist noch was. Das ist für mich genau richtig.“

Borg übte damit bittere Kritik an Musikmachern, die nicht mehr mit Textern, Produzenten und Komponisten zusammenarbeiten, sondern die künstliche Intelligenz für neue Songs auswählen. Der 65-Jährige zeigte sich nachdenklich, was die Zukunft der Branche angeht.

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