An diesen Flughäfen gibt es CT-Scanner

Wohl jeder Fluggast kennt diese Situation: Hektisch kramt man an der Sicherheitskontrolle kleine durchsichtige Tüten aus dem Handgepäck oder nimmt noch mal einen großen Schluck aus der Flasche, die leider nicht mit in den Sicherheitsbereich darf. Bei herkömmlichen Flughafen-Kontrollen ist das immer noch Alltag. An Gates mit CT-Scannern sieht das aber bereits ganz anders aus.

Was sind überhaupt CT-Scanner?

Die Geräte arbeiten ähnlich wie Computertomografen aus der Medizin. Statt nur zweidimensionale Röntgenbilder zu erzeugen, erstellen sie ein dreidimensionales Bild des Gepäcks. Sicherheitskräfte können den Inhalt dadurch genauer analysieren.

An den CT-Scannern dürfen Passagiere daher teilweise größere Flüssigkeitsmengen im Handgepäck mitführen – in manchen Fällen sogar Behälter bis zu zwei Litern. Außerdem können elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets häufig im Rucksack oder Koffer bleiben. Das soll die Sicherheitskontrollen beschleunigen.

Erste deutsche Flughäfen lockern die Flüssigkeitsregeln

An diesen Flughäfen bleibt alles beim Alten

An den meisten deutschen Flughäfen gelten weiterhin die bekannten Beschränkungen. Flüssigkeiten müssen dort weiterhin in Behältern mit maximal 100 Millilitern transportiert werden, gesammelt in einem durchsichtigen Plastikbeutel mit höchstens einem Liter Fassungsvermögen. Diese Regeln gelten derzeit unter anderem an den Flughäfen Bremen, Hamburg, Hannover, Münster/Osnabrück, Dortmund, Stuttgart und Nürnberg. Auch an kleineren Standorten wie Weeze, Paderborn oder Saarbrücken hat sich laut der Erhebung bislang nichts geändert.

An diesen Flughäfen in Europa gibt es neue Scanner

Nicht nur in Deutschland wird die neue Technik eingeführt. Auch mehrere große europäische Flughäfen haben ihre Sicherheitskontrollen bereits teilweise umgestellt. Reisende können nach der Omio-Auswertung unter anderem in Rom, Barcelona, Madrid, Amsterdam, Dublin, Helsinki oder London-Heathrow größere Flüssigkeitsmengen im Handgepäck mitnehmen. Auch an Flughäfen wie Málaga, Palma de Mallorca, Prag oder Mailand-Malpensa gelten teilweise gelockerte Regeln. Viele andere europäische Flughäfen arbeiten jedoch weiterhin mit den bisherigen Kontrollen. Dazu zählen etwa Paris-Charles-de-Gaulle, Zürich, Wien, Kopenhagen oder Brüssel.

EU plant flächendeckende Einführung bis 2030

Viele Flughäfen in Europa rüsten ihre Sicherheitsbereiche derzeit schrittweise um. Nach Plänen der Europäischen Union soll ein Großteil der europäischen Flughäfen bis spätestens 2030 mit der neuen Technik ausgestattet sein.