
AUDIO: Pflanzen als Weihnachtsgeschenk: Das sind unsere Tipps (30 Min)
Stand: 05.01.2026 11:45 Uhr
Die kleinwüchsigen Pflanzen stammen aus dem Hochgebirge. Am richtigen Standort gepflanzt, sind alpine Stauden relativ anspruchslos. Sie wirken in Gruppen besonders hübsch und sind ein Hingucker im Garten.
Im Gegensatz zu typischen Gartenstauden stammen alpine Stauden aus dem Hochgebirge, oft aus Regionen oberhalb der Baumgrenze. Sie kommen nicht nur aus den europäischen Alpen, sondern auch aus anderen Gebirgen der Welt sowie aus arktischen Gebieten. Aufgrund der besonderen klimatischen Verhältnisse, die an ihrem natürlichen Standort herrschen, benötigen alpine Stauden einen speziellen Gartenboden.
Polsterartiger Wuchs und schöne Blüten
Fast alle alpinen Stauden wachsen sehr langsam und werden nicht größer als 20 Zentimeter. Der polsterartige Wuchs und die filigranen Blüten machen ihren besonderen Reiz aus. In freier Natur findet man sie oft zwischen kargen Felsspalten oder in Ritzen. Sie eignen sich deshalb gut für eine Pflanzung im Steingarten, in dem sie mit anderen Pflanzen kombiniert werden, die ebenfalls nährstoffarme, durchlässige Böden benötigen. Die häufig tief reichenden Wurzeln sind so vor großer Hitze geschützt, gleichzeitig profitieren die Pflanzen von der abstrahlenden Wärme der Steine.
Das richtige Substrat auswählen
Alpine Stauden sind winterhart und leiden hierzulande vor allem in der kalten Jahreszeit unter zu viel Regen. Daher ist es besonders wichtig, geeignetes Substrat auszuwählen, denn Staunässe kann zu Fäulnis führen. Alpine Stauden sind Minimalisten und kommen häufig fast ohne organische Masse zurecht. Als Pflanzsubstrat kommen deshalb mineralische Stoffe wie Basaltsplitt, Granitbruch, Sandstein, Sand oder Kies zum Einsatz. Die meisten dieser Stauden benötigen keinen Dünger, einige freuen sich jedoch über einen kleinen Anteil an Lehm oder Kompost im Gartenboden.
Diese alpinen Stauden eignen sich zum Beispiel für die Pflanzung
- Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale)
- Alpen-Enzian (Gentiana alpina)
- Alpen-Nelke (Dianthus alpinus)
- Dolomiten-Fingerkraut (Potentilla nitida)
- Hauswurz (Sempervivium-Arten)
- Polster-Phlox (Phlox subulata)
- Steinbrech (Saxifraga)
- Stern-Polster-Glockenblume (Campanula garganica)
Vor dem Kauf sollte man sich genau informieren, ob die gewünschte Pflanzenart mit den Standortbedingungen im eigenen Garten zusammenpasst.
Alpine Stauden in Pflanzgefäßen arrangieren
Alpine Stauden wirken inmitten von Naturstein, zum Beispiel in Trockenmauern, besonders attraktiv. Sie können aber beispielsweise auch in zerbrochene Blumentöpfe oder Dachpfannen gepflanzt werden. Wer einen Kübel oder ein anderes Pflanzgefäß bepflanzen möchte, sollte neben einem nährstoffarmen Substrat für eine Drainage sorgen. Der Kübel sollte deshalb ein oder mehrere Löcher haben, die vor dem Bepflanzen mit Tonscherben abgedeckt werden. Dann je nach Pflanzenart passendes Substrat einfüllen und die Stauden einsetzen. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte dabei noch genügend Platz bleiben, um zum Beispiel Steine oder Wurzelholz platzieren zu können. So kann man eine hübsche Miniatur-Landschaft gestalten.




