Aachen weiter siegreich: Schroers-Hattrick bringt Aachen gegen Wehen auf die Siegerstraße

Aachens Mika Schroers jubelt nach seinem Treffer zum 1:0

Stand: 05.04.2026 • 23:24 Uhr

Alemannia Aachen hat seine Siegesserie fortgesetzt. Herausragender Akteur im Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden war Mika Schroers.

Die Kaiserstädter setzten sich am Sonntagabend mit 3:0 (3:0) durch und feierten den fünften Sieg in Folge, zu dem Schroers (11./18./40.) mit drei Toren einen entscheidenden Beitrag leistete. Nach der schlechten Hinrunde, die die Alemannia auf Platz 17 abgeschlossen hatte, darf der formstarke Tabellenneunte den Blick inzwischen nach oben richten: Sieben Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf Platz drei zehn Punkte. Einen Zähler und einen Rang vor den Aachenern liegt Wehen, dessen Aufstiegsambitionen nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie aber einen weiteren Dämpfer erhielten.

Aachen hatte erst kurz vor der Begegnung bekanntgegeben, die Kaufoption bei Schroers gezogen zu haben. Die bisherige Leihgabe von Arminia Bielefeld unterschrieb bei den Schwarz-Gelben einen Dreijahresvertrag. Für Schroers, bei Aachen der zweitbeste Torschütze hinter dem von Hannover 96 ausgeliehenen Lars Gindorf (20 Tore), waren es gegen Wehen die Saisontreffer 14 bis 16.

Früher Doppelschlag durch Aachen

Wehen machte nur in den Anfangsminuten Druck. Aachen konnte sich schnell befreien und hatte die ersten Abschlüsse durch Pierre Nadjombe und Torjäger Lars Gindorf (8.), die beide geblockt wurden. Bei der darauf folgenden Ecke segelte ein Distanzschuss von Gindorf (9.) knapp am rechten Pfosten vorbei. Nach einer scharfen Hereingabe von Mika Schroers verpasste Nadjombe (11.) den Ball in der Mitte um Zentimeter.

Mit der nächsten Gelegenheit ging die Alemannia schließlich in Führung. Schroers (11.) bekam an der rechten Strafraumkante den Ball, zog aus 14 Metern ab und überwand Wehens Keeper Noah Brdar – der noch die die Fäuste hochriss, den Einschlag aber nicht verhindern konnte. Aachen hatte die Partie im Griff, von Wehen war in der Offensive kaum noch etwas zu sehen. Ein Fehlpass von Wehens Sascha Mockenhaupt in Höhe der Mittellinie direkt in die Füße von Aachens Mehdi Loune lud die Gastgeber zum Kontern ein. Loune spielte einen Steckpass auf Schroers (18.), der Brdar tunnelte und auf 2:0 erhöhte.

Wehen ohne Zugriff, Aachen eiskalt

Wehen bekam weiter wenig Zugriff auf die Aachener, die gefährlich blieben. Einen Querpass vor das Wehener Tor von Nadjombe verpasste Gindorf (27.) um Millimeter. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen die Gäste zu einer zwingenden Chance durch Robin Kalem (40.), dessen Schuss aus fünf Metern von Aachens Petros Bagalianis auf der Linie geklärt wurde.

Lars Gindorf (l.) bejubelt den Hattrick von Mika Schroers.

Doch nach der ersten richtig guten Aktion wurde Wehen im direkten Gegenzug wieder von Aachen bestraft. Gindorf hatte auf der rechten Seite viel Platz und brachte die Kugel flach an den zweiten Pfosten, wo Schroers (40.) heranrauschte und sein drittes Tor erzielte.

Aachener Sieg gerät nicht mehr in Gefahr

Nach der Halbzeitpause blieben Mockenhaupt, Moritz Flotho und Fath Kaya in der Kabine, dafür brachte Wehens Coach Daniel Scherning Nikolas Agrafiotis, Ben Nink und Ryan Johansson. Doch Aachen spielte weiter unbeeindruckt seinen Stiefel herunter und blieb hochkonzentriert. Schroers (54.) probierte es mit einem frechen Lupfer aus 35 Metern gegen Brdar, verpasste seinen vierten Treffer aber knapp. Bei einem Konter kamen die Gäste vor das Tor der Alemannia, doch nach einer Kalem-Flanke köpfte Agrafiotis (57.) deutlich über die Querlatte.

In den letzten 20 Minuten nahm Aachen etwas den Fuß vom Gaspedal. Nach einer Ecke in der 69. Minute jubelte Wehen kurzzeitig über einen vermeintlichen Treffer von Tarik Gözüsirin, der jedoch wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Loune (75.) hatte das 4:0 für Aachen auf dem Fuß, sein abgefälschter Schuss hoppelte knapp am rechten Pfosten vorbei. Für einen Aufreger sorgte Agrafiotis (77.), dessen Schuss vom linken Strafraum-Eck Aachens Torhüter Manuel Riemann noch mit Mühe an die Querlatte lenkte.

Englische Woche steht an

In der 3. Liga steht nun eine Englische Woche an: Schon am Mittwoch (19 Uhr) tritt Aachen beim abstiegsbedrohten 1. FC Saarbrücken an, Wehen empfängt zeitgleich den Vorletzten TSV Havelse.

Unsere Quellen:

  • Spiel zwischen Aachen und Wehen am 05.04.2026 beim Streamingdienst „MagentaSport“

Sendung: WDR.de, „Aachen gewinnt beeindruckend mit Schroers-Show“, 05.04.2026, 21:44 Uhr