
Die Spiele der iranischen
Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-WM werden trotz des Krieges
im Nahen Osten nicht von den USA nach Mexiko verlegt. Der Weltverband Fifa habe sich dagegen entschieden, teilte die mexikanische Präsidentin
Claudia Sheinbaum mit.
„Die Fifa entschied schließlich, dass die Spiele nicht von ihren ursprünglichen
Austragungsorten verlegt werden können“, sagte Sheinbaum. Aus Sicht der Fifa hätte
dies „einen enormen logistischen Aufwand“ bedeutet.
„Wir wollen, dass der Iran spielt“
Der Weltverband hatte sich schon zuvor zurückhaltend zu
dem Wunsch des Iran geäußert. Angesichts des Krieges wollte dieser seine drei
Vorrundenpartien nicht in den USA austragen, die die Islamische Republik
militärisch angegriffen haben.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte zuvor auf eine Teilnahme des Iran an der Fußball-WM im Sommer gedrängt. „Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei
der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt
Plan A“, sagte Infantino.
WM in Mexiko, Kanada und den USA
Die WM in Mexiko, Kanada und den USA wird am
11. Juni im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt mit der Partie zwischen
Mexiko und Südafrika eröffnet.
Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im
Irankrieg soll es von diesem Freitag an in der pakistanischen
Hauptstadt Islamabad Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine
dauerhafte Friedenslösung geben. Seit Februar hatten die Vereinigten
Staaten und Israel den Iran angegriffen. Das Land führte Gegenschläge
aus.
