Mainz 05 nach Sieg über Racing Straßburg in Conference League auf Kurs

Der FSV Mainz 05 hat in der Conference League eine begeisternde Fußball-Gala mit zwei Traumtoren gezeigt und die Tür zum Halbfinale weit aufgerissen. Der Bundesligaverein besiegte im Viertelfinal-Hinspiel den französischen Klub Racing Straßburg verdient 2:0 (2:0). Für das Rückspiel am kommenden Donnerstag in Straßburg (21.00 Uhr) befindet sich der FSV damit in einer guten Ausgangslage.

Vor 32.000 Zuschauern in Mainz sorgte der überragende Japaner Kaishu Sano in der elften Minute mit einem wunderschönen Treffer aus der Distanz für die Führung. Abwehrspieler Stefan Posch erhöhte für die in der ersten Hälfte furios aufspielenden Hausherren nach einer Ecke sehenswert per Volley (19.). Der FSV fügte den Straßburgern, die die Ligaphase als Erster abgeschlossen hatten, damit die erste Niederlage in dieser Conference-League-Saison zu.

„Für das, was wir zur Hälfte der beiden Spiele erledigen konnten, war es perfekt“, sagte Sportdirektor Niko Bungert bei RTL: „Aber wir wissen, dass noch ein großes Stück Arbeit auf uns wartet. Es wären noch ein paar Tore mehr drin gewesen, aber wir sind froh, mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ins Rückspiel zu gehen.“

Torhüter Mike Penders hat keine Chance: Kaishu Sano (nicht im Bild) trifft zum 1:0 für Mainz
Torhüter Mike Penders hat keine Chance: Kaishu Sano (nicht im Bild) trifft zum 1:0 für MainzAFP

Das erste Europapokal-Viertelfinale in der Mainzer Vereinsgeschichte sei „ein spezielles Spiel, ein historisches Spiel für den Klub“, hatte Trainer Urs Fischer vor dem Duell gesagt. Der 60-Jährige musste kurzfristig auf Stammkraft Jae-Sung Lee wegen einer Verletzung am linken großen Zeh verzichten.

Den Mainzern war das Selbstvertrauen nach vier Pflichtspielsiegen in Serie anzumerken. Sie begannen druckvoll und hatten schon in der zweiten Minute die erste Chance. Stürmer Nelson Weiper verzog im Strafraum aus guter Position knapp und traf nur das Außennetz. Der FSV blieb am Drücker, präsentierte sich fokussiert, zweikampfstark und lauffreudig.

Mainz wie im Rausch

Sano leitete seinen Treffer mit einer Balleroberung selbst ein. Nach einem Doppelpass mit seinem japanischen Landsmann Sota Kawasaki, der für Lee in die Startelf rückte, traf er aus rund 20 Metern über den rechten Innenpfosten traumhaft ins Tor.

Die starken Mainzer ruhten sich nicht auf der Führung aus und setzten nach. Nach einer Ecke erhöhte Posch per Volley und versetzte das Stadion ein weiteres Mal in Höchststimmung.

Der FSV musste sich ärgern, dass es zur Pause nur 2:0 stand. Die Rheinhessen hatten gegen verunsichert wirkende Straßburger weitere Chancen und hätten durchaus höher führen können.

Auch in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel war Mainz zielstrebiger. Phillip Tietz scheiterte zweimal an Keeper Mike Penders (49./53.), der Straßburgs bester Mann auf dem Platz war.

Die Franzosen hielten anschließend etwas besser dagegen und hatten ihre beste Chance in der 74. Minute, als Valentín Barco die Latte traf. Auf der anderen Seite verpasste Armindo Sieb nach einem Abpraller aus spitzem Winkel das 3:0 (78.).

In einem potentiellen Halbfinale würde Mainz wohl auf Rayo Vallecano treffen. Die Spanier setzten sich gegen AEK Athen ähnlich dominant 3:0 (2:0) durch.

Florenz vor dem Aus

Die AC Florenz mit Robin Gosens steht im Viertelfinale der Conference League vor dem Aus. Beim englischen Crystal Palace mit dem deutschen Teammanager Oliver Glasner unterlag der italienische Klub im Hinspiel 0:3 (0:2) und benötigt für das zweite Duell am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr) fast schon ein Wunder.

Der frühere Mainzer Jean-Philippe Mateta (23./Foulelfmeter) brachte die Gastgeber in Führung, Tyrick Mitchell (31.) und Ismaila Sarr (90.+1) erhöhten. 2023 und 2024 hatte die Fiorentina in der Conference League jeweils das Finale erreicht. (sid)