IEA-Chef Birol: „In Deutschland sind Autos wie eine Art Gott, aber wir müssen realistisch sein“ – Wirtschaft

Das Gebäude, in dem die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris ihren Sitz hat, ist hässlich – ein Bau in Brutalismus-Architektur. Dafür ist der Ausblick spektakulär, der Eiffelturm erscheint zum Greifen nahe. Den besseren Blick auf das Pariser Wahrzeichen überlässt Fatih Birol Besuchern, in ruhigeren Zeiten kann auch er ihn genießen. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist der IEA-Chef ein gefragter Gesprächspartner für Regierungen und Medien. Der 68-Jährige ist gebürtiger Türke, er hat in Wien in Energiewirtschaft promoviert und spricht gut Deutsch. Die Organisation mit 32 Mitgliedern leitet er seit 2015. Durch den Iran-Krieg kam der IEA plötzlich eine wichtige Rolle zu – auch in der Öffentlichkeit wahrnehmbar. Die Organisation koordinierte die Freigabe der Ölreserven und hat den Überblick über die Energieversorgung weltweit.