
Stand: 07.04.2026 17:38 Uhr
Neue E-Bikes sind teuer, deshalb kann sich der Kauf eines gebrauchten Rads lohnen. Damit man den Kauf später nicht bereut, sollte man die Einzelteile prüfen und auf den Zustand des Akkus achten.
Gebrauchte E-Bikes sind nicht nur deutlich günstiger in der Anschaffung als neue, sondern schonen auch Ressourcen. Vor allem bei Käufen von privat solltet man allerdings genau hinschauen und auf jeden Fall eine längere Probefahrt machen.
Sorgfältige Sichtprüfung
Zunächst das Rad auf sichtbare Schäden prüfen. Sind am Rahmen vielleicht Risse, Kratzer, Dellen oder Lackschäden zu sehen? Ist irgendwo Rost zu erkennen? Sind womöglich einzelne Teile wie Ritzel oder Reifen verschlissen? All das mindert den Wert des Rads. Bei Rost sollte man prüfen, ob lediglich austauschbare Teile wie die Kette oder auch Schweißnähte am Rahmen betroffen sind – dann besser auf den Kauf verzichten.
Bei Probefahrt Funktionen am E-Bike testen
Macht das E-Bike einen guten Eindruck, geht es auf Probefahrt. Das Rad sollte sich sicher anfühlen, das Tretlager gängig sein. Vorderrad und Hinterrad sollten in einer Linie laufen, Bremsen einwandfrei funktionieren, die Schaltung nicht springen.
Wichtig ist auch, auf ungewöhnliche Geräusche wie Klappern oder Rattern zu achten. Sie können darauf hindeuten, dass der Motor nicht mehr in Ordnung ist. Insbesondere unter Belastung, etwa wenn es bergauf geht, sollten keine Störgeräusche zu hören sein.
Akku-Kapazität prüfen
Der Akku ist meist das teuerste Teil des Fahrrads. Er sollte beim Kauf in einem guten Zustand sein und noch mindestens 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität aufweisen. E-Bike-Händler nutzen ein Diagnose-Gerät, das anzeigt, wie viele Ladezyklen der Akku bereits hinter sich hat und wie viel Kapazität verbleibt. Dort kann man Akkus kostenpflichtig prüfen lassen. Die Systeme einiger Hersteller, darunter Bosch, bieten zudem die Möglichkeit, sich über eine App mit dem Fahrrad zu verbinden und Ladezyklen sowie verbleibende Kapazität zu prüfen.
Zusätzlich sollte man den Akku genau in Augenschein nehmen. Ist er einmal heruntergefallen, zeigen sich meist Spuren davon am Akkugehäuse. In diesem Fall das Rad besser nicht kaufen.
Überarbeiteter statt neuer Akku spart Geld
Ist der Akku in keinem guten Zustand, gibt es die Möglichkeit, ihn an eine Spezialfirma zu schicken. Diese überarbeitet ihn und setzt neue Zellen ein. Das ist günstiger und nachhaltiger als ein Neukauf und bietet zudem die Gelegenheit, in den alten Akku eine höhere Leistung einbauen zu lassen. Je nach Alter und Typ kostet das ungefähr zwischen 150 und 600 Euro.
Wurde das Rad regelmäßig gewartet?
Vor dem E-Bike-Kauf sollte man sich noch die dazugehörigen Dokumente, etwa zu Service-Checks, zeigen lassen. Wurde das Rad regelmäßig gewartet und sind Kaufvertrag sowie Bedienungsanleitung noch vorhanden, spricht dies für eine gute Pflege.
E-Bike gebraucht beim Händler kaufen
Wer sich nicht zutraut, den Zustand eines E-Bikes selbst einzuschätzen, kann auch ein überarbeitetes Rad von einem professionellen Händler kaufen. Diese Räder wurden durchgecheckt und beschädigte Teile ausgetauscht. Außerdem gibt es beim Kauf eine Garantie.




