Neue Raststätte an der A73 bei Coburg soll Versorgungslücke schließen

Die Autobahn GmbH spricht von einer „Versorgungslücke“ auf dieser Strecke. Laut Bundesfernstraßengesetz müssen Tank‑ und Rastanlagen in Abständen von etwa 50 bis 80 Kilometern verfügbar sein. Diese Vorgabe sei auf dem genannten Abschnitt derzeit nicht erfüllt.

Die neue Infrastruktur wird unterschiedlich nach Fahrtrichtung umgesetzt: In Richtung Suhl entsteht eine vollwertige Tank‑ und Rastanlage. Für den Verkehr in Richtung Nürnberg ist ein Parkplatz mit sanitären Einrichtungen vorgesehen. Beide Bereiche sollen über eine Brücke miteinander verbunden werden.

Gebaut wird nach Angaben der Autobahn GmbH ausschließlich auf bundeseigenen Flächen. Private Grundstücke werden für das Projekt nicht in Anspruch genommen.

Geplant sind insgesamt 87 Stellplätze für Pkw sowie 48 Stellplätze für Lastwagen. Zusätzlich werden Flächen für Busse, Fahrzeuge mit Anhänger sowie für Groß‑ und Schwertransporte eingerichtet. Damit soll insbesondere dem steigenden Bedarf im gewerblichen Güterverkehr Rechnung getragen werden. 

Die Autobahn GmbH beziffert die aktuellen Baukosten auf 30,1 Millionen Euro.

Auch interessant: Mit Echtzeitdaten aus dem Mautsystem soll der Lkw-Parkplatzmangel in Deutschland entschärft werden.

In der Region war das Vorhaben über Jahre hinweg umstritten. Vor allem Naturschutzverbände und lokale Initiativen äußerten Bedenken wegen möglicher Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft. Nach der Erteilung des Baurechts wurde der Widerstand jedoch aufgegeben.

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums umfasst das deutsche Autobahnnetz rund 13.000 Kilometer. Bundesweit gibt es derzeit etwa 440 bewirtschaftete Rastanlagen mit Serviceangeboten wie Tankstellen und Raststätten. Hinzu kommen zahlreiche unbewirtschaftete Rastplätze.

Zum Weltschlaftag warnte der DVR vor massiver Übermüdung im Lkw‑Verkehr – bundesweit fehlen bis zu 40.000 Stellplätze