

Südkoreas Präsident Lee Jae-myung hat gegenüber Nordkorea Bedauern wegen mehrerer Drohnenflüge geäußert. Dabei betonte Lee, dass die umstrittenen Drohnenflüge von Einzelpersonen und ohne Zustimmung der Regierung durchgeführt wurden. „Auch wenn dies nicht die Absicht unserer Regierung war, sprechen wir gegenüber dem Norden unser Bedauern darüber aus, dass durch die unverantwortlichen und rücksichtslosen Handlungen einiger Einzelpersonen unnötige militärische Spannungen entstanden sind“, sagte Lee während einer Kabinettssitzung.
Im Januar hatte Nordkorea den Süden beschuldigt, mit mehreren Drohnenflügen die Souveränität Nordkoreas verletzt zu haben. So soll unter anderem eine Überwachungsdrohne am 4. Januar wichtige Anlagen in Nordkorea gefilmt haben, ehe das nordkoreanische Militär das Flugobjekt abgeschossen habe.
Ende März wurden drei Südkoreaner in dem Fall angeklagt, darunter auch ein Geheimdienstmitarbeiter und ein Militäroffizier. Ihnen wird vorgeworfen, seit vergangenem September insgesamt viermal mit unbemannten Drohnen in den nordkoreanischen Luftraum eingedrungen zu sein. Die genauen Motive sind bislang unklar.
Nord- und Südkorea befinden sich formal betrachtet nach wie vor im Kriegszustand, da der Korea-Krieg von 1950 bis 1953 nur mit einem Waffenstillstand endete, jedoch niemals ein Friedensvertrag unterzeichnet wurde.
