Seine Vorgänger hielten ganze 100 Folgen und 35 Jahre durch: Ist das auch das Ziel des neuen „Tatort“-Kommissars Ferdinand Hofer (32)? Jetzt wo sich Udo Wachtveitl (67) und Miroslav Nemec (71) als Leitmayr und Batic offiziell in den Serien-Ruhestand verabschiedet haben, übernehmen Hofer und Partner Carlo Ljubek (49, „Schlafende Hunde“) das Ruder beim München-„Tatort“.
Ferdinand Hofer über die beiden neuen „Tatort“-Kommissare
Die AZ trifft den „Eberhofer“-Schauspieler Ferdinand Hofer am Rande der Premiere von „Unvergänglich“, der letzten Doppelfolge der scheidenden „Tatort“-Urgesteine in München und spricht mit ihm darüber, wie viel Respekt der Oberbayer vor großen Fußstapfen hat, wie er seine neue Rolle angehen will – und wie er sich jetzt schon mit seinem „Tatort“-Partner versteht.
AZ: Herr Hofer, Ihre Vorgänger waren 35 Jahre untrennbar mit dem München-„Tatort“ verbunden. Hatten Sie Respekt vor der Herausforderung, so eine Reihe weiterzuführen?
FERDINAND HOFER: Es ist schon was Besonderes. Ich glaube, dem Ganzen kann man nur begegnen, indem man einen Neuanfang macht und das haben wir getan. Ich glaube auch, es ist falsch, sich da zu vergleichen. Deswegen gehen wir das einfach mit neuem, frischem Wind an und schauen mal, wo der uns so hintreibt. Wir haben jetzt zwei „Tatort“-Filme gedreht, die Figuren lernen sich ja auch erst kennen. Die beiden wachsen in den ersten Filmen erst zusammen, sind immer noch nicht da, wo sie mal sein werden. Diese Entwicklung zu beobachten ist auch das, was den Zuschauerinnen und Zuschauern gefallen könnte – hoffe ich.

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von BR
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Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec haben die 100 Folgen vorgemacht – ist das auch Ihr Ziel?
Ich weiß nicht, ob das überhaupt noch möglich ist in der heutigen Zeit. Irgendwie ist alles schnelllebiger geworden. Ich glaube aber, das hätten die beiden damals auch nicht gedacht.
„Kalli“-Darsteller verrät: So war die Stimmung am Set mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec
Nehmen Sie uns mal mit: Wie war die Stimmung bei den Dreharbeiten zur letzten „Tatort“-Folge mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec? Lag der Abschied schon in der Luft?
Der Abschied der beiden wird einerseits natürlich auch im Film thematisiert. Andererseits war ja schon länger bekannt, dass sie aufhören, daher war es schon in den Filmen zuvor immer ein begleitendes Thema. Über die letzten zwei Jahre hat man sich also schon irgendwie an das Thema gewöhnt. Aber wir hatten auch ein besonders schönes Abschlussfest, als der Dreh zu „Unvergänglich“ vorbei war. Viele Leute haben sich da was überlegt. Das war echt nett und hat den beiden, glaube ich, auch sehr gut gefallen.
Stimmt die Chemie zwischen den beiden neuen Münchner „Tatort“-Kommissaren
Wie ist die Chemie zwischen Ihnen und Ihrem künftigen „Tatort“-Partner Carlo Ljubek?
Sehr gut! Hinter der Kamera verstehen wir uns sehr gut, vor der Kamera… Nein, Spaß (lacht)! Wir verstehen uns super, das ist wirklich eine sehr gute Zusammenarbeit, ich finde, wir bereichern uns gegenseitig und das macht sehr viel Spaß!

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Sie sprechen von einem Neuanfang: Gibt’s dennoch etwas, was vom „alten“ München-„Tatort“ bleibt?
Ich will nicht zu viel verraten, aber im ersten Film, „Zwischenwelten“ gibt es einen kleinen Moment. Ein Foto…
Die ersten Fälle der neuen Kommissare sind schon im Kasten
Die ersten beiden Fälle der neuen Münchner „Tatort“-Kommissare „Kalli“ Hammermann (Ferdinand Hofer) und Nikola Buvak (Carlo Ljubak) sind schon im Kasten.
Gedreht wurde zu Folge eins bereits von Ende August bis Ende September in München und Umgebung. „Zwischenwelten“ handelt laut dem BR von einem brutalen Raubmord in Neuperlach. Und auch Folge zwei ist bereits seit Anfang des Jahres abgedreht – noch dazu im besonderen Setting: „Der sichere Tod“ spielt unter anderem auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Wann die beiden Folgen des München-„Tatorts“ in neuer alter Besetzung ausgestrahlt werden, ist noch unklar. Am Ostersonntag, 5. April, und Ostermontag, 6. April, soll nun zunächst die letzte Doppelfolge „Unvergänglich“ mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec zur Primetime im Ersten laufen.
