Schnitt für Schnitt: Diese Akku-Gartenschere ist der Testsieger

Schnitt für SchnittDiese Akku-Gartenschere ist der Testsieger

03.04.2026, 19:51 Uhr

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Scheren für Sträucher und Rasen: Sieben Geräte haben selbst.de und Tüv Rheinland getestet. (Foto: selbst ist der Mann/selbst.de/dp)

Sauber an der Rasenkante entlangschneiden, dann die Hecke stutzen: Ein Gerät mit mehreren Funktionen ist praktisch. Doch konnten die Akku-Geräte für den Rasen- und Strauchschnitt im Test überzeugen?

Zwischen dem 1. März und dem 30. September gilt in Deutschland ein Schnittverbot im Garten. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist damit das Heckenschneiden und Bäumefällen verboten. So möchte der Gesetzgeber Tiere und Pflanzen schützen. Erlaubt sind dann aber immer noch schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen und des Rasens oder zur Gesunderhaltung von Bäumen. Dies und anderes kann dann zum Beispiel mit einer Akku-Schere erledigt werden.

Sieben dieser Geräte hat die Zeitschrift „Selbst ist der Mann“ (Ausgabe Mai 2026) gemeinsam mit dem Tüv Rheinland getestet, zu Preisen zwischen 51,99 und 139 Euro. Anders als große Heckenscheren eignen sich die Multischeren für den Schnitt filigraner, kleinerer Sträucher. Und sie kürzen den Rasen an Stellen, an denen der Rasenmäher nicht hinkommt.

Welche Geräte lagen im Test vorn?

Von den sieben getesteten Geräten bekamen fünf die Bewertung „gut“ sowie zwei die Note „befriedigend“. Ein Gerät wurde etwa abgewertet, weil es beim Rasenschnitt durch einen ungünstigen Schwerpunkt gekippelt hat und einen schweren Akku hatte. Ganz vorn lagen:

  • Stihl (HSA 26 Set) für 139 Euro mit der Note 1,5

  • Einhell (GE-CG 18/100 Li T – Solo) für 102 Euro mit der Note 1,6

  • Gloria (FineCut 18V compact) für 80 Euro mit der Note 1,8

Für Akku und Ladegerät kommen zusätzliche Kosten dazu.

Den Testsieg der Grasscheren sicherte sich das Stihl HSA 26 Set. Die Grasschere überzeugte durch gute Leistungen in der Praxis und lieferte bei der Schnittqualität und -leistung die besten Ergebnisse.

Darüber hinaus ist es das leichteste Gerät im Test, was das Arbeiten mit der Schere besonders einfach und ergonomisch gestaltet. Die Leichtigkeit bedeutet jedoch nicht, dass an der Qualität des Materials gespart wurde. So besteht das Getriebe komplett aus Metall, was für eine hohe Lebenserwartung spricht.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Alle Geräte im Test haben gegenläufige Klingen – für Sträucher auf einer Seite und für den Rasenschnitt auf beiden Seiten geschliffen. Die Klingen lassen sich laut selbst.de auch ohne Werkzeug mit wenigen Handgriffen umrüsten, mal mehr und mal weniger komfortabel.

Bei allen Geräten war zudem ein Führungsstab dabei – so war es möglich, den Rasen statt im Knien komfortabel im Stehen zu schneiden, statt auf dem Boden herumzukriechen. Bei zwei Geräten ist es laut Bedienungsangaben aber untersagt, den Stab als Verlängerung für den Strauchschnitt zu benutzen.

Tipp: Wer besonders groß ist, sollte beim Kauf darauf achten, dass der Führungsstab ausreichend lang ist – am besten im Geschäft ausprobieren.

Quelle: ntv.de, awi/dpa