Eine heftige Unwetterfront über dem zentralen Mittelmeer sorgt für massive Beeinträchtigungen in der Ägäis und auf Kreta. Die Behörden haben die Bevölkerung vieler Regionen, darunter auch Athen, per SMS gewarnt: „Bleiben Sie möglichst zu Hause.“ In den nächsten Stunden und bis Mittwochmitternacht wird starker Regen erwartet, vergleichbar mit den Niederschlagsmengen von drei Wintermonaten, warnen Meteorologen.

Auf Kreta gibt es derzeit neben den stürmischen Winden auch extrem hohe Feinstaubwerte durch Saharastaub. Laut Wetteramt wurden Konzentrationen von teils mehr als 1000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft registriert. Die Situation wirkt sich auch auf den Flugverkehr aus: Zahlreiche Flüge von und nach Kreta mussten gestrichen oder umgeleitet werden, wie der griechische Rundfunk berichtete.

Auf den Kykladen und den Dodekanes-Inseln wie Mykonos, Paros, Rhodos und Kos bleiben die Schulen aller Stufen geschlossen. Der Unterricht findet online statt, berichtete der griechische Rundfunk.
Zahlreiche Fährverbindungen wurden eingestellt, da die starken Winde die Schifffahrt gefährden. In der südlichen Ägäis wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde gemessen und im Meer im Südosten der Ägäis seien Wellen gesichtet worden, die mehr als sechs Meter hoch seien, berichteten örtliche Medien. Das Unwetter soll nach Angaben der Meteorologen bis zum späten Donnerstagabend andauern.
