Champions League: Frauen des VfL Wolfsburg bei OL Lyonnes gefordert

Wolfsburgs Sarai Linder (r.) und Lyons Wendie Renard

AUDIO: VfL Wolfsburg mit einem Lächeln in Lyon (1 Min)

Champions League

Stand: 01.04.2026 19:04 Uhr

Das wird nichts für schwache Nerven. Die Fußball-Frauen vom VfL Wolfsburg müssen im Viertelfinale der Champions League ihren knappen Hinspiel-Sieg gegen das Top-Team von OL Lyonnes mit aller Macht verteidigen.

Nach dem 1:0 im ersten Duell vergangene Woche erwartet VfL-Trainer Stephan Lerch im Rückspiel am Donnerstag (21 Uhr, im NDR Livecenter) nun einen Sturmlauf der Französinnen.

„Hoffentlich können wir eine ähnliche Leistung wie im Hinspiel zeigen. Aber wir wissen, dass es in Lyon ein hartes Spiel werden wird“, sagt Lerch. „Wir müssen von der ersten Minute an konzentriert sein und mit allem verteidigen, was wir zu bieten haben.“

Stina Johannes darf spielen

Im Hinspiel fügten die „Wölfinnen“ den französischen Serien-Meisterinnen die erste Saison-Niederlage zu. Das will OL Lyonnes natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Um bestmöglich ausgeruht zu sein, wurden im jüngsten Liga-Spiel am Wochenende (2:2 gegen Straßburg) gleich acht Stammspielerinnen geschont.

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Lerch hingegen muss weiterhin auf seine verletzte Torjägerin Alexandra Popp verzichten. Dafür ist Torhüterin Stina Johannes, die zuletzt beim 3:3 gegen Union Berlin die Rote Karte sah, spielberechtigt. Sie ist „nur“ für die kommenden beiden Bundesliga-Spiele gesperrt.

Rekord-Duell in der Champions League

Zwölf Mal sind der VfL Wolfsburg und OL Lyonnes bislang in der Champions League aufeinandergetroffen. Das ist Rekord in der Geschichte dieses Wettbewerbs. Nur drei dieser Duelle konnten die „Wölfinnen“ für sich entscheiden. Auch Donnerstag gehen sie wieder als Außenseiterinnen ins Rennen.

Aber: „Wir haben das Momentum auf unserer Seite“, betont Nationalspielerin Vivien Endemann. Und Lineth Beerensteyn, im Hinspiel Torschützin des 1:0, ergänzt: „Wenn wir denselben Kampfgeist wie im Heimspiel zeigen, können wir ihnen das Leben sehr schwer machen.“

Sollte der VfL den knappen Vorsprung verteidigen, geht es im Halbfinale (25./26. April und 2./3. Mai) entweder gegen Arsenal oder Chelsea.

Mögliche Aufstellungen

OL Lyonnes: Endler – Lawrence, Renard, Engen, Bacha – Dumornay, Egurrola, Heaps – Diani, Hegerberg, Chawinga
VfL Wolfsburg: Johannes – Bjelde, Dijkstra, Küver, Linder – Huth, Minge, Zicai – Peddemors, Beerensteyn, Endemann

Katharina Piljic (l.) von Bayer Leverkusen im Duell mit Linda Dallmann vom FC Bayern München

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Die Mittelfeldakteurin wechselt zur kommenden Saison vom Bundesliga-Rivalen zu den „Wölfinnen“. Dort ist sie Neuverpflichtung Nummer zwei.

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Die Defensivspielerin hatte lange mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, überzeugte aber dennoch bei den „Wölfinnen“ und schaffte es ins DFB-Team.

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