
Italien trägt Trauer. Zum dritten Mal in Folge verpasst der viermalige Weltmeister die Endrunde der Fußballweltmeisterschaft. Die Medien im Land sind entsetzt. Ein Überblick:
Die Gazzetta dello Sport schreibt: „Der Albtraum geht weiter: Italien erlebt seine dritte Apokalypse, die noch schlimmer ist als die beiden offiziellen. Italien hat das Gefühl für den Schock, für die Katastrophe verloren.“
Ähnlich kommentiert der Corriere dello Sport: „Der Verlust der WM ist nicht nur ein Flop, sondern die Pleite eines ganzen Systems, eine strukturelle Krise. Diese Blamage zeigt, dass das Fundament des gesamten Projekts nicht trägt. Der ganze Mechanismus funktioniert nicht mehr. Diese Niederlage offenbart die organisatorischen und sozialen Probleme des italienischen Fußballs.“
Der Corriere della Sera beschreibt eine nationale Resignation. “ Italien hat die WM-Qualifikation verfehlt, und dieses Mal gibt es nicht einmal mehr die Wut und Verwunderung, die vor acht und vier Jahren herrschten. La Repubblica wird emotional: „Eine nationale Schande! 20 Jahre nach dem WM-Sieg in Berlin muss Gattuso eine dramatische Blamage hinnehmen.“
Ebenfalls auf den WM-Sieg vor 20 Jahren in Deutschland bezieht sich La Stampa und schreibt: „Desaster! Seit der WM-Nacht in Berlin haben die Azzurri eine Pleite nach der anderen erlebt. Italiens Fehlen wird zur Routine und ist Ausdruck der endlosen Krise des italienischen Fußballs. Italien spielt ohne Identität und hat das Aus verdient.“
Il Messaggero schreibt: „Italien in der Hölle. Die Azzurri erleiden eine neue brutale Demütigung. Ein Faustschlag ins Gesicht eines Landes, das zum dritten Mal in Folge nur Zuschauer einer WM sein wird.“
