

Medienbericht: US-Verteidigungsminister Hegseth wollte offenbar mit Insiderwissen in einen großen Rüstungsfonds investieren
Im Februar habe Hegseths Makler bei der US-Investmentbank Morgan Stanley mit Blackrock Kontakt aufgenommen, um über den Kauf von Anteilen an dessen „Defense Industrials Active ETF“ zu verhandeln. Dabei sei es um eine Investition in Höhe von mehreren Millionen Dollar gegangen. Die Verhandlungen hätten stattgefunden, kurz bevor die USA ihre Militärangriffe gegen Iran starteten.
Im Verkaufsprospekt von Blackrock wird der 3,2 Milliarden Dollar schwere Aktienfonds als Chance beworben, von erhöhten staatlichen Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit inmitten geopolitischer Fragmentierung und wirtschaftlichen Wettbewerbs zu profitieren. Zu den größten Positionen zählen der „FT“ zufolge Rüstungskonzerne wie RTX, Lockheed Martin und Northrop Grumman, die das US-Verteidigungsministerium zu ihren größten Kunden zählen.
Schließlich sei das Geschäft gescheitert, weil der im Mai 2025 aufgelegte Fonds für Kunden von Morgan Stanley noch nicht zum Kauf zur Verfügung gestanden habe. Es sei nach Angaben der „FT“ nicht bekannt, ob Hegseths Broker anschließend einen alternativen, auf den Verteidigungssektor ausgerichteten Fonds gefunden hat, um die Investition zu tätigen.
Das US-Verteidigungsministerium streitet die Vorwürfe vehement ab. Der Chefsprecher des Pentagon, Sean Parnell, schrieb auf der Plattform X: „Diese Behauptung ist völlig falsch und erfunden. Weder Minister Hegseth noch einer seiner Vertreter hat Blackrock bezüglich einer solchen Investition angesprochen.“ Blackrock und Morgan Stanley lehnten eine Stellungnahme gegenüber der „FT“ ab.
